Hannover

Evangelische Kirche informiert über Plan gegen Missbrauch

Lange Zeit wurde sexueller Missbrauch eher als ein Problem der katholischen Kirche gesehen. Nun aber beschäftigten sich auch die Protestanten intensiv mit der Thematik. Hunderte Fälle gab es in der Vergangenheit. Wurde einfach weggeschaut?


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will in die Prävention von sexuellem Missbrauch investieren und frühere Fälle umfassend aufarbeiten. Am Dienstag informiert ein speziell eingesetztes Gremium mit leitenden Theologen in Hannover über die Umsetzung eines Elf-Punkte-Handlungsplanes gegen sexualisierte Gewalt. Dem sogenannten Beauftragtenrat gehören drei Bischöfe und zwei Juristen an, darunter zwei Frauen. Lange Zeit wurde sexueller Missbrauch eher als ein Problem der katholischen Kirche wahrgenommen. Allerdings sind auch bei den Protestanten Hunderte Missbrauchsfällen aus evangelischen Einrichtungen bekanntgeworden, die meist Jahrzehnte zurückliegen. Betroffen sind vor allem ehemalige Heimkinder.

(dpa)