Skandal

Affen-Fauxpax, ISIS-Flagge, Judenstern: Die fünf peinlichsten Verkaufs-Skandale

Ein farbiger Junger im "Affen-Pullover", Wehrmachtshelme und Terrorfahnen in Online-Handel... Skandale, die Aufsehen erregen, schockieren und Menschen empören.


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 (Foto: pathdoc - stock.adobe.com)

1. H&M - Rassismus-Skandal

Der Modekonzern H&M sorgt aktuell mit seinem Sweatshirt für Aufregung. "Coolest monkey in the jungle", steht auf dem grünen Sweatshirt von H&M. Der schwedische Modekonzern hatte die Idee, den Pullover einem farbigen Jungen anzuziehen. Das kam im Netz nicht gut an - auch zahlreiche Promis sind über die Aktion der schwedischen Modekette entsetzt. Neben dem Jungen modelte darüber hinaus noch ein weißer Junge, der einen orangefarbenen Kapuzenpullover mit der Aufschrift "Survival Expert", Überlebens-Experte, trägt.

Das schwedische Unternehmen hat sich offiziell entschuldigt und das entsprechende Foto von seiner Webseite entfernt.


2. Real - Wehrmachtshelm

Real - Einmal hin, alles drin! Der Werbeslogan verkörpert das Unternehmen ganz gut. Man bekommt alles, auch einen Afrikakorps-Tropenhelm für 29,90 Euro. Mit diesem Angebot sorgte die Supermarktkette für einen enormen Protest im Netz. Ein aufmerksamer User fand den "Afrikakorps Tropenhelm mit Brille" im Online-Shop von Real und teilte einen Screenshot des Artikels bei Twitter:

Jan Böhmermann unterstütze diesen Skandal mit einem Posting auf Twitter und war sichtlich empört:

Real reagierte schnell und hat sich auf allen möglichen Kanälen entschuldigt.


3. C&A - Webadresse auf Kinder-T-Shirt führt zu einer Porno-Seite

Das Bekleidungshaus C&A stand im Jahre 2000 heftig in der Kritik. Ein "Gag" des Unternehmens entwickelte sich rasant zu einer peinlichen Panne. Das Unternehmen verkaufte Kinder-T-Shirts mit einer aufgedruckten Internet Adesse. Nach der Produktion stellte sich heraus, dass hinter der URL sich eine Porno-Seite verbirgt. Die T-Shirts sind nur ein bis zwei Tage nach Lieferung sofort aus dem Laden genommen worden.

C&A wollte die Angelegenheit erst unter den Teppich kehren. Das Unternehmen wurde von Kinderschutzverbänden auf den Skandal aufmerksam gemacht.


4. Zara - Judenstern

Das Modehaus Zara gehört weltweit zu den größten Bekleidungsunternehmen und bekam 2014 die volle Aufmerksamkeit im Netz. In dem Online Shop befand sich ein ganz besonderes Shirt: Blau-weiß gestreift und ein gelber Stern, groß über die linke Brustseite gestickt.

Laut Beschreibung im Netz, sollte das gestreifte Shirt mit Stern ein "Sheriff"-Outfit symbolisieren. Das Kleidungsstück erinnerte jedoch viele Nutzer an die Kleidung von Gefangenen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Der Vorwurf an das Unternehmen war also, dass sich die Designerin von Adolf Hitlers Drittem Reich inspirieren lassen hat.

Das Unternehmen reagierte auf Twitter und entschuldigte sich in der Öffentlichkeit. Weiterhin machten sie bekannt, dass das Oberteil nicht länger in den Shops erhältlich ist.


5. Amazon - ISIS Flagge

Beim Internet-Händler Amazon wurde 2014 die Flagge der verbotenen Terror-Organisation ISIS angeboten. Das Baden-württembergische Unternehmen bat die Flagge "für repräsentative Zwecke" über den Online-Shop an.

Es stellte sich herraus, dass alle Flaggen im Angebot des Shops automatisch aus Datenbanken, wie beispielsweise Wikipedia, geladen werden und der Fehler somit bei der nicht ausgeführten Kontrolle lag.