Hannover

Mit dem Zug aufs Land: Weil geht auf Sommerreise

Wenn Ministerpräsident Weil seine diesjährige Sommerreise beginnt, hat er alle Hände voll zu tun: als Fahrkartenkontrolleur und Lokführer im Metronom. An den weiteren Stationen geht es um die Herausforderungen auf dem Land.


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 (Foto: picture alliance/dpa)

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) beginnt am Dienstag seine dreitägige Sommerreise durch Niedersachsen. Nachdem er im vergangenen Jahr das "Ausflugs- und Urlaubsland Niedersachsen" unter die Lupe genommen hatte, geht es diesmal um Ideen und Herausforderungen für die ländlichen Regionen. Dabei will sich Weil unter anderem als Lokführer, Koch und Schmied betätigen.

Die Reise startet am Dienstagvormittag mit einer Zugfahrt von Hannover über Uelzen nach Bienenbüttel: Weil soll im Metronom die Fahrkarten kontrollieren und - nach einer Einweisung - einen Teil der Strecke selbst fahren. In Bienenbüttel wird Weil in einer Markthalle kochen, danach soll er im Rundlingsmuseum in Lübeln in der Schmiede und im Backhaus aktiv sein. Rundlinge sind kreisförmig angelegte Dörfer, die auf einen zentralen Platz ausgerichtet sind.

Während der Reise soll es etwa um den Ausbau schneller Internetverbindungen, die medizinische Versorgung und den Wohnungsbau auf dem Land gehen. Dafür fährt Weil am Mittwoch und Donnerstag weiter nach Osterode am Harz. Ein sogenanntes Sozio-Med-Mobil soll beispielsweise zeigen, wie ein Gemeinschaftsfahrdienst für bedürftige Menschen in medizinisch unterversorgten Regionen aussehen kann.

In der Ankündigung der Reise heißt es, Dörfer seien immer noch ein wichtiger Lebensraum für viele Menschen in Niedersachsen. Allerdings stünden die Dörfer vor teils existenziellen Herausforderungen. Junge Menschen verließen den ländlichen Raum dauerhaft, wenn Arbeitsplätze verloren gehen und kulturelle Angebote abgebaut werden.

(dpa)