Mathegenies aufgepasst!

Könnt ihr diese Gleichung lösen?

Diese Gleichung spaltet momentan das Netz. Könnt ihr sie lösen?


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Die oben stehende Gleichung sorgt in den sozialen Netzwerken für Aufregung. Denn wie es scheint, gibt es zwei Lösungen - für die Welt der Mathematik eigentlich ein Unding. Denn entweder ist eine Lösung richtig oder falsch. Allerdings scheint es bei der Gleichung 8÷2(2+2) nicht ganz so einfach zu sein.

Tweet sorgt für Aufregung

Alles begann mit einem Tweet vom 28. Juli 2019. Mit der Aufforderung, die Gleichung zu lösen, wurde bei Twitter eine Diskussion um das richtige Ergebnis entfacht.

8÷2(2+2): Wie wird gerechnet?

Die beiden Lösungen, die im Netz kursieren, sind 16 und 1.

Bei der 16er-Variante wird wie folgt gerechnet:

Zuerst wird die Klammer (2+2) ausgerechnet. Das ergibt 4. Dann wird die Gleichung von links nach rechts abgearbeitet. Es wird also zuerst 8÷2 gerechnet, was 4 ergibt. Anschließend wird 4x4 gerechnet. Das Ergebnis lautet 16.

Bei der 1er-Variante sieht der Rechenweg so aus:

Auch hier wird zuerst die Klammer (2+2) ausgerechnet. Das ergibt 4. Dann wird 2x4 gerechnet, was 8 ergibt. Abschließend wird 8÷8 gerechnet, was 1 ergibt.

Aber welcher Lösungsweg stimmt nun?

Einigkeit herrscht sowohl in der Twitter-Community als auch bei Mathematikexperten darüber, dass zuerst die Klammer mit 2+2 ausgerechnet werden muss. In der Mathematik sind Divison und Multiplikation gleichgestellt. Nachdem die Klammer ausgerechnet wurde, bleibt folgende Gleichung übrig:

8÷2x4

Der Physiker und Mathematiker Steven Strogatz äußert in der New York Times, dass die richtige Antwort 16 sei. Da Multiplikation und Division gleichgestellt seien, müsse dann von links nach rechts weitergerechnet werden. Die Lösung wäre in diesem Fall 16.

Er stellt folgende Rechenreihenfolge auf: Klammern, Potenzen, Punktrechnung, Strichrechnung, von links nach rechts. Diese Reihenfolge begegnete uns bei unseren Recherchen auch immer wieder.

Allerdings scheinen sich die Experten nicht hundertprozentig einig zu sein. Die Daily Mail schreibt, dass laut Hannah Fry, Mathematik-Professorin am University College London, beide Ergebnisse richtig seien. Das liege laut Fry allerdings daran, dass die Gleichung nicht eindeutig notiert worden sei und deshalb zwei Rechenwege möglich seien.