Neue Verordnung ab 24. November

Diese Coronaregeln gelten seit Mittwoch (24.11.) in Niedersachsen

Am 24.11.2021 tritt die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen in Kraft. Die bisher geltenden drei Warnstufen werden nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz verschärft wie auch die Corona-Regelungen.

Der Hinweis "2G" steht am Theater am Aegi. Während der Corona-Pandemie dürfen derzeit nur Geimpfte und Genese das Theater betreten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen und hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht.
Der Hinweis "2G" steht am Theater am Aegi. Während der Corona-Pandemie dürfen derzeit nur Geimpfte und Genese das Theater betreten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen und hat den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht., Foto: picture alliance/dpa

Niedersachsen verschärft aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen die aktuell geltende Corona-Verordnung ab Mittwoch (24.11.) und passt damit auch seine Warnstufen an die von Bund und Ländern festgesetzten Werte von 3, 6 und 9 an. Damit werden nun deutlich früher die Warnstufen erreicht mit denen entsprechende Corona-Verschärfungen einhergehen.

Eine Warnstufe wird erreicht, wenn der Leitindikator Hospitalisierung und einer der beiden anderen bereits bekannten Indikatoren (Sieben-Tage-Inzidenz bzw. Belegung der Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Daten des Landes Niedersachsen stützen sich auf die direkten Angaben der Krankenhäuser und nicht auf die Werte des RKI.

  • Leitindikator Hospitalisierung plus Indikator Intensivbetten = landesweite Warnstufe, vom Land ausgerufen (kritische Werte müssen an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen überschritten werden)
  • Leitindikator Hospitalisierung plus Indikator Neuinfizierte = regionale Warnstufe, von Landkreisen oder kreisfreie Städte ausgerufen (kritische Werte müssen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten werden)

Hintergrund ist, dass die Werte Hospitalisierung und Intensivbetten landesweit erhoben werden, während sich die Sieben-Tages-Inzidenz bei den Neuinfizierten auf den Wert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt bezieht.

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Die neue Corona-Verordnung sieht folgende Verschärfungen vor:

  • Anpassung des Warnstufenkonzepts nach Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz auf die Schwellenwerte 3, 6 und 9.

Vor Warnstufe 1

  • Schon vor der Warnstufe 1 (also vor einem Überschreiten des Hospitalisierungswertes 3) dürfen an Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen in Innenräumen nur noch geimpfte, getestete oder genesene Menschen teilnehmen (3G) sobald die 7-Tage-Neuinfektionsinzidenz bei mehr als 35 liegt. Das gilt dann im Innenbereich auch für alle Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, für Weihnachtsmärkte (dort auch draußen), Discotheken, Gastronomie, Beherbergung und für Körpernahe Dienstleistungen.
    Bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 1.000 Personen greift bereits in dieser frühen Stufe die Beschränkung auf geimpfte und genesene Personen (2G).
  • Alle noch bestehenden Privilegierungen für Jugendliche werden zum 1. Januar 2022 fallen.

Warnstufe 1

  • Warnstufe 1: Ausweitung der bisher geltenden 2G-Regel (geimpft oder genesen) in Innenräumen auf alle Veranstaltungen, auf Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, auf Discotheken, Gastronomie, Beherbergung und Körpernahe Dienstleistungen.
  • Weihnachtsmärkte: Bei Warnstufe 1 gilt 2G (geimpft oder genesen) drinnen und draußen.
    Ebenfalls gilt unabhängig von der Warnstufe eine durchgängige Maskenpflicht – drinnen wie draußen. Die Maske darf nur kurz abgenommen oder angehoben werden, wenn gegessen oder getrunken wird.
  • Messen: Hier gilt 3G. Am ersten Messetag muss jedoch ein negativer PCR-Test vorgelegt werden – an jedem weiteren Tag ein POC-Test.
  • Kontaktbeschränkungen: Bis zu 25 Personen ohne 2G in Innenbereichen bzw. ohne 3G unter freiem Himmel.
    Bei mehr als 25 Personen gilt In Innenbereichen 2G und draußen 3G mit POC-Test.

Warnstufe 2

  • Ab Warnstufe 2 gilt 2G-Plus.
  • Das bedeutet, dass zusätzlich zu einem Impf- oder Genesenennachweis ein aktueller negativer Testnachweis vorgelegt werden muss.
  • Dies gilt in Warnstufe 2 für alle Veranstaltungen im Innenbereich (draußen gilt 2G) und generell für Weihnachtsmärkte.
  • 2G-Plus gilt auch für die Innenbereiche von Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Discotheken, Gastronomie, Beherbergung und auf alle Körpernahen Dienstleistungen.
  • Draußen gilt in Warnstufe 2 die Beschränkung auf 2G.
  • Messen bleiben bei 3G. Am ersten Messetag muss jedoch ein negativer PCR-Test vorgelegt werden – an jedem weiteren Tag ein POC-Test.
  • Verschärfte Maskenpflicht: In Innenbereichen nur noch FFP2-Masken.
  • Kontaktbeschränkungen: Bis zu 15 Personen ohne 2G-Plus in Innenbereichen bzw. 2G unter freiem Himmel.
    Bei mehr als 15 Personen gilt In Innenbereichen 2G-Plus und draußen 2G.

Warnstufe 3

  • Kontaktbeschränkungen: Bis zu 10 Personen ohne 2G-Plus in Innenbereichen bzw. 2G unter freiem Himmel zusammenkommen dürfen.
    Bei mehr als 10 Personen gilt In Innenbereichen 2G-Plus und draußen 2G.
  • Weitere Verschärfungen für Warnstufe 3 werden noch ausgearbeitet.

In sämtlichen Warnstufen gilt:

  • Die Privilegierungen bei 2G (kein Abstand, keine Maske) werden zurückgenommen.
  • Es gibt zukünftig keinen Bestandsschutz mehr für bereits genehmigte Veranstaltungen.
  • Alle Veranstalterinnen und Veranstalter sollen die neuen, strengeren Regeln einhalten.

Regelungen für Schulen und Kitas (ab 24.11.)

  • Ausweitung der Maskenpflicht im Unterricht auch in den Jahrgängen 1 und 2 am Sitzplatz.
  • 3G am Arbeitsplatz gilt auch in Schulen und in Kitas: Das gesamte Schulpersonal muss nachweislich geimpft oder genesen oder getestet sein. Ungeimpftes Personal muss sich täglich testen: Zwei Tests stellt der Arbeitgeber unter Aufsicht der Testung. Die anderen drei Tests müssen eigenverantwortlich erbracht werden, z.B. über einen Test im Testzentrum.
  • Schüler testen sich nach wie vor dreimal die Woche mit den bekannten Testverfahren.
  • Wenn es einen Verdachtsfall/einen positiven Schnelltest in der Klasse gibt, müssen sich alle Personen dieser Lerngruppe 5 Schultage hintereinander testen. Das gilt auch für geimpfte und genesene Personen.
  • Schulische Veranstaltungen wie Adventsfeiern oder Weihnachtskonzerte sind in der Klassen- oder Schulgemeinschaft möglich, aber nicht mit externen Besucherinnen und Besuchern.
  • Elternabende und Elternsprechtage sollten vorrangig digital abgehalten werden. Wenn sie als Präsenzveranstaltung stattfinden, gilt die 2G-Plus-Regel bei zusätzlicher durchgehender Maskenpflicht sowie Einhaltung der Abstandsregeln.
  • Klassenfahrten mit Übernachtungen (In- und Ausland) werden bis Ende des 1. Schulhalbjahres (31. Januar 2022) untersagt.

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