Seehundflieger suchen nach "Heulern"
Sie räkeln sich auf den Sandbänken und gucken neugierig mit ihren großen Augen. Wie jedes Jahr wollen Experten auch dieses Jahr wieder die Bestände der Seehunde an der Nordseeküste zählen.
Die ersten Seehund-Zählflüge des Jahres starten über dem niedersächsischen Wattenmeer. Dort räkeln sich die mehrere Wochen alten Jungtiere bereits auf den Sandbänken und sind bei Niedrigwasser für die geschulten Besatzungen gut zu erkennen. Insgesamt 15 Flüge an fünf Terminen hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) an der Küste organisiert.
2011 gab es vor der niedersächsischen Küste so viele Seehunde wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1958: Mit 7416 Seehunden wurde der Spitzenwert von 2010 (6623) gebrochen.
Ob es in diesem Jahr einen neuen Rekord gibt, steht erst nach dem letzten Zählflug am 13. August fest. Bisher machen die Seehunde einen sehr gesunden und gestärkten Eindruck, es gibt keine Hinweise auf Erkrankungen.
Die ersten "Heuler" kommen zum Aufpäppeln nach Norddeich
Wie in jedem Jahr werden immer wieder Jungtiere durch Menschen gestört und fallen als Heuler am Strand auf. Bisher werden drei Heuler in der Seehundaufzuchtstation Norddeich wieder aufgepäppelt. Ende Mai war der erste Seehundheuler des Sommers in Niedersachsen gefunden worden. "Greta" wird nun mit den später gefundenen Heulern "Butz" und "Lia" aufgepäppelt.
Die Seehundzähler fliegen im Rahmen des internationalen Seehundschutzabkommens zeitgleich mit Niedersachsen in Schleswig-Holstein, Dänemark und den Niederlanden. Das Küstengebiet ist in drei Bereiche eingeteilt, drei Kleinflugzeuge starten daher gleichzeitig bei Niedrigwasser jeweils ab Emden, Mariensiel und Luneplate. Niedersächsische Jäger übernehmen die Zählung ehrenamtlich.
dpa
Vereintes-Niedersachsen.de
Das neue Online-Portal von Hit-Radio Antenne für Niedersachsens Vereine








