Spott und Trost nach Lenas Versprecher beim ESC
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"Bernhard" ist immer noch verschwunden. Vermutlich fühlt sich das ausgebüxte Känguru aus Lüdersfeld bei Stadthagen pudelwohl mit seiner neugewonnen Freiheit.
Es ist warm, es gibt Futter in Hülle und Fülle, und auch natürliche Feinde braucht Känguruh "Bernhard" nicht zu fürchten - nur das Betäubungsgewehr von der Wildtierstation. Seit "Bernhard" gestern in einem gepflegten Garten im Dörfchen Hülshagen von der Polizei fotografiert wurde, verliert sich seine Spur in den Feldern des Schaumburger Landes...
Was ist denn bloß in Niedersachsen los, dass hier immer wieder freihüpfende Kängurus unterwegs sind? Erst Mitte Mai waren zwei kleine Kängurus aus dem Serengeti-Park in der Lüneburger Heide ausgebüxt. "Wickie" und "Urmel" wurden nach gut zwei Wochen wieder eingefangen. Diesmal heißt der Ausreißer "Bernhard" und ist einem Privat-Halter aus Lüdersfeld (Kreis Schaumburg) entsprungen.
Dienstagmorgen, kurz vor 6 Uhr, klingelte das Telefon bei der Polizei in Stadthagen. "Wir mussten zuerst schon schmunzeln, als uns ein Autofahrer berichtete, er habe ein Känguruh gesehen", sagt Sprecher Axel Bergmann im Hit-Radio Antenne Interview. Daraufhin wurden allerdings zwei Streifenwagen rausgeschickt. Am Ortsrand des Dorfes Hülshagen fanden die Beamten den flüchtigen "Bernhard" tatsächlich. Es gelang ihnen, ein Foto zu schießen. Aber an eine "Festnahme" war nicht zu denken. Bernhard nahm reißaus und tauchte in den Feldern zwischen Lauenhagen und dem Mittellandkanal ab.
Später konnte der Besitzer des Tieres in Lüdersfeld ausfindig gemacht werden. Für den erfahrenen Tierhalter ist es laut Bergmann unerklärlich, wie "Bernhard" den zwei Meter hohen Zaun seines Geheges überwinden konnte. Der kleine Kerl ist selbst nur einen Meter groß und kann eigentlich nicht so hoch springen. Weil von Känguru "Bernhard" keine größere Gefahr ausgeht als von einem anderen Wildtier, stellte die Polizei die Suche ein.
Wer "Bernhard" sieht, sollte sich aber umgehend mit der Polizei in Stadthagen in Verbindung setzen (Tel. 05721 / 40040). Kreisveterinäramt und Wildtierstadtion stehen mit einem Betäubungsgewehr bereit, um den Ausreißer wieder nach Hause zu bringen.
Foto: Polizei Stadthagen
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