Gift-Eier: Der Asphalt ist Schuld
Das Rätselraten um PCB-belastete Eier von einem Biohof im Landkreis Oldenburg ist beendet: Das Gift stammt aus dem Asphalt unter dem Zaun des Hühner-Auslaufs.
Laut dem Landwirtschaftsministeriums in Hannover konnten sehr stark erhöhte PCB-Werte nachgewiesen werden. "Nach Einschätzung unserer Fachleute ist das ein Material, was nicht in so einen Betrieb gehört", sagte ein Sprecher. Ein staatliches Verbot gebe es aber nicht.
Der Biohof hatte im vergangenen Jahr eröffnet. Die Betreiber werden dem Ministerium zufolge das belastete Material jetzt ausgraben und entfernen. Dann seien die Voraussetzungen gegeben, die Eier-Produktion wieder aufzunehmen. Der Betrieb werde jedoch weiter kontrolliert.
Keine Gesundheitsgefahr
Ein Discounter mit Sitz in Bayern hatte Anfang Mai eine Belastung mit nicht-dioxinähnlichem PCB bei Eiern von dem Hof entdeckt. Diese festgestellte Form von polychlorierten Biphenylen gilt als weniger gefährlich als andere, die eine Wirkung wie viele Dioxine haben. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der Eier hatte nach Angaben des Ministeriums nicht bestanden. Die Eier waren in mehrere Bundesländer und in die Niederladen geliefert worden.
Auricher Fälle noch offen
Immer noch offen ist, woher das Gift auf drei Höfen im Landkreis Aurich in Ostfriedland stammt. Dort waren Fachleute im April auf Eier gestoßen, die mit dioxinähnlichem PCB belastet waren. Mit dem Ergebnis der Auswertung von Proben sei frühestens in zwei Wochen zu rechnen.
Foto: dpa
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