03.05.2012
Greenpeace

Greenpeace deponiert Rauchbomben auf einem französischen Atomreaktor

Greenpeace wieder aktiv: Ein Aktivist deponierte Rauchbomben auf einem Atomreaktor in Frankreich...

Ein Greenpeace-Aktivist drang mit einem Motor-Gleitschirm in den Hochsicherheitsbereich des französischen Atomkraftwerks Bugey ein. Der Mann konnte nach Angaben der Umweltschutzorganisation ungehindert Rauchbomben auf einem der 900-Megawatt-Reaktoren absetzen und landete anschließend auf dem Gelände der Anlage.

Simulation für Anfälligkeit

Die Aktion demonstriere die Anfälligkeit der französischen Atomkraftwerke für Angriffe aus der Luft, kommentierte Greenpeace. Im Gegensatz zur Situation in Deutschland spielten mögliche Flugzeugabstürze nicht einmal in Stresstests eine Rolle. Eine jüngst von einem britischen Experten erstellte Studie zeige die enormen Risiken. Der Kraftwerksbetreiber EDF bezeichnete den Vorfall in der rund 40 Kilometer von Lyon entfernten Anlage als unkritisch. "Die Sicherheit der Anlagen war zu keiner Zeit infrage gestellt", teilte der Energiekonzern mit. Der Eindringling sei sofort entdeckt und festgenommen worden.

Foto: dpa
Julian aus Hannover
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