16.05.2012
FUSSBALL-BUNDESLIGA

Fanchaos überschattet Aufstieg von Fortuna Düsseldorf

Schon vor dem Abpfiff stürmten die Fans von Fortuna Düsseldorf das Spielfeld und brachten das Relegationsfinale an den Rand des Abbruchs.

Chaotische Szenen, eine 20-minütige Unterbrechung, jubelnde Fans auf dem Rasen und ein großes Polizeiaufgebot haben das Relegations-Rückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC überschattet. Die Partie stand beim Stand von 2:2 in der Nachspielzeit am Rande des Abbruchs, ehe sie doch noch zu Ende gespielt werden konnte.

"Wir können froh sein, dass es so glimpflich ausgegangen ist."

Schiedsrichter Wolfgang Stark und die Spieler beider Teams gingen in die Kabinen, weil bereits vor dem Abpfiff zahlreiche Düsseldorfer Fans auf den Rasen gelaufen waren. Zu absolvieren waren zu diesem Zeitpunkt noch 90 Sekunden. Polizisten, Ordner und auch Düsseldorfer Spieler, darunter der nicht eingesetzte Kapitän Sascha Rösler, versuchten vehement, die Fans zur Rückkehr auf die Tribünen zu bewegen. Zuvor waren aus beiden Fan-Lagern Feuerwerkskörper und bengalische Feuer auf das Spielfeld geworfen worden. Inmitten der Fans gerieten auch einige Spieler beider Teams aneinander.

Hellmut Krug, der Schiedsrichterchef bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) zollte dem Unparteiischen Stark ein großes Kompliment, dass er das Spiel noch beendete. «Das war eine Eskalation, wir können froh sein, dass es so glimpflich ausgegangen ist», sagte Krug.

Hertha prüft Protest

Hertha BSC erwägt, nach den Fan-Tumulten am Ende des Relegations-Rückspiels bei Fortuna Düsseldorf Protest gegen die Wertung der Partie einzulegen. "Es ist unsere Verantwortung, darüber nachzudenken. Das sind wir auch unseren Fans schuldig", erklärte Michael Preetz, Manager des Fußball-Bundesligisten nach dem 2:2. Die Berliner sind nach dem Remis am Dienstagabend zum sechsten Mal abgestiegen, Düsseldorf feierte nach dem 2:1-Hinspielerfolg damit die Bundesliga-Rückkehr nach 15 Jahren.

Foto: dpa
Jens
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