24.05.2012
Vor 25 Jahren...

Die Welt staunt über Mathias Rust

1987 flog Mathias Rust mit einem kleinen Flugzeug ins damals sowjetische Machtzentrum nach Moskau. 25 Jahre später halten sich in Russland immer noch Verschwörungstheorien...

Am 28. Mai 1987 landete Mathias Rust im Alter von 19 Jahren mit einem kleinen Flugzeug auf einer Brücke nahe des Roten Platzes in Moskau. Der junge Privatpilot war schon immer politisch interessiert und wollte nun durch sein Eindringen in das russische Regierungsviertel versuchen die beiden Blöcke (West und Ost) zusammenführen, weil er an den Frieden glaubte. Die russischen Behörden waren allerdings anderer Ansicht und verurteilten Rust zu 4 Jahren Arbeitslager. Rust kam dann ins Gefängnis, wurde nach 14 Monaten wieder freigelassen und konnte wieder zurück nach Deutschland reisen.

 

Verschwörungstheorien halten sich weiter

25 Jahre nach der spektakulären Landung des Deutschen Mathias Rust mit einem Kleinflugzeug auf dem Roten Platz in Moskau halten sich in Russland noch immer Verschwörungstheorien. "Keiner konnte damals glauben, dass ausgerechnet am Tag der Grenztruppen ein unerfahrener junger Pilot im Tiefflug bis ins Herz des aufgerüsteten Landes vordringen konnte", sagte Wladislaw Below, Direktor des Zentrums für Deutschlandforschung bei der Russischen Akademie der Wissenschaften, der Nachrichtenagentur dpa."Viele scheitern ja schon mit einer Straßenkarte beim Autofahren dabei, an ihr Ziel zu kommen", meinte Below. "Für mich ist weiter nicht ganz klar, wer Mathias Rust wirklich ist."Zu den beliebtesten Verschwörungstheorien gehört bis heute, dass der Flug eine Inszenierung des Lagers um den Sowjetreformer Michail Gorbatschow gewesen sein könnte, um kommunistische Hardliner im Militär loszuwerden. Gorbatschow hatte die Verletzung der sowjetischen Staatsgrenze und das Versagen der Luftabwehr für eine bis dahin beispiellose Säuberung in der Armee genutzt. Etwa 300 Offiziere verloren ihre Posten.

Fotos: dpa ; Video: youtube.com
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