29.03.2012
Schlecker-Insolvenz

Keine Transfergesellschaften für Schlecker-Mitarbeiter!

Transfergesellschaften zur Hilfe für die Schlecker-Mitarbeiter wird es nicht geben! Eine schlechte Nachricht für die rund 11.000 Beschäftigten, die nun ohne Jobperspektive da stehen.

Auffanglösung für Schlecker-Beschäftigte gescheitert

Der Plan einer Auffanglösung für 11.000 Schlecker-Beschäftigte ist endgültig gescheitert. Bayern sei nicht dabei, sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag in Berlin. Die in Bayern mitregierende FDP habe sich gegen die Übernahme eines Bürgschaftsanteils gesperrt. Ohne Bayern kommt die Garantie der Länder für einen Kredit von 70 Millionen Euro für die Transfergesellschaft nicht zustande. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte in Berlin: "Die Transfergesellschaft wird nicht zustande kommen."

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Harry Peter Carstensen (CDU) sagte nach einem Treffen der Länderregierungschefs in Berlin, sein Land sei nun auch nicht mehr dabei. Er bedauere es sehr für die betroffenen Frauen, dass keine Lösung zustande gekommen sei.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sprach von einem Skandal und wies vor allem der FDP die Schuld am Scheitern der Auffanglösung zu. Die wirtschaftlichen Risiken für die Hilfe der Arbeitnehmerinnen sei absolut auf das Minimum begrenzt worden. Das sei von der FDP zerstört worden. "Das ist ein Skandal der deutschen Politik."

Transfergesellschaften hätten Hilfe bedeutet

Die Transfergesellschaften wären eine Auffanglösung für die rund 11.000 Beschäftigten gewesen. Sie hätten bedeutet, dass sie nicht sofort arbeitslos geworden wären und weiterhin mit einem Teil des vorherigen Gehalts rechnen könnten. Diese Zahlungen sollten auf sechs Monate befristet sein. In dieser Zeit wären die Mitarbeiter außerdem weitergebildet und in Punkto Jobsuche und Bewerbungen geschult worden.

Foto: dpa
DianaKoschorreck
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