Gespenster in Bodenwerder?
Die Stadt an der Weser kann zum Mekka der Geisterjäger werden. In den Ruinen an der Lutterburg soll es spuken.
Die unheimliche Lutterburg in Bodenwerder
Unter diesem Schlagwort machen mehrere Ruinen oberhalb der Weser in einschlägigen Internetforen Furore. Im Forum Allmystery beispielsweise begann schon 2009 ein Thread über die Ruinen. Dort ist immer wieder die Rede von geheimnisvollem Hundebellen. Auch Kinderstimmen wurden angeblich gehört. Viele Menschen finden den Ort mindestens unheimlich. Diese Leute äußern sich auch entsprechend im Forum Spukvilla.
So sieht das "Spukgelände" derzeit aus
Die Geschichte der Villen
Beide Villen und die Nebengebäude wurden Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Ein reicher Kaufmann aus Stade und ein Arzt aus Bodenwerder waren die Auftraggeber. Die Häuser wurden vom damals sehr bekannten Architekten Muthesius entworfen. Knapp 70 Jahre, bis 1977, war das Gelände bewohnt. Eines der Gebäude brannte 1987 aus. Seitdem verfällt das Gelände mehr und mehr. Und die Zahl der Spukgeschichten steigt.
Beispielsweise die Geschichte um die Gießkanne an einem Grab. Auf dem Gelände gibt es einen Privatfriedhof der ehemaligen Besitzer. An einem Grab steht den Geschichten zu Folge eine Gießkanne. Entfernt man die Kanne, dann ist sie wie von Geisterhand transportiert nach drei Tagen wieder da.
Und auch für das angebliche Hundegebell gibt es eine "geisterhafte" Erklärung. Demnach hat in einem der Gebäude ein Engländer mit einem Hund gelebt. Bei einem Einbruch seien der Mann wie auch das Tier umgebracht worden.
Die Kehrseite der Medaille
Das Gelände zieht die "Geisterjäger" seit einiger Zeit an. Und gerade eine Kapelle und der Friedhof haben es offenbar einigen Zeitgenossen besonders angetan. Der Betreiber der Website weserbergland-tourist, Christian Bedey, erzählte mir am Telefon, dass die Gräber bereits geschändet wurden. Wenn nun unbedingt jemand das Gelände besichtigen will, dann sollte er Respekt vor den Gräbern haben und die Totenruhe nicht stören. Insgesamt empfiehlt es sich sowieso, die Ruinen nicht zu betreten. Die Substanz ist extrem morsch und ein falscher Tritt kann schon zu einem kapitalen Unfall führen.
Hier liegt die "Lutterburg"
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Foto: weserbergland-tourist, Screenshot: YouTube




Kommentare
Und dann war dann noch ....
... der oben auf dem Bergkamm gestartete Drachenflieger, den eine Windboe durch das Dach der oberen Villa fegte. Das Dach war nach der unfreiwilligen Landung defekter, als der gestrande Flieger. Der Brand an der unteren Villa entstand erst nach den begonnen Um-Anbauarbeiten zu einer Pflegestätte für ältere Mitbürger.
So schön gruselig verwunschen das alles ist und die Neugier sehr an einem nagt, so sehr ist doch vor dem Betreten der Häuser zu warnen.
Der schmiedeeiserne Zaun an der Kapelle (in dem Video noch gut sichtbar) wurde übrigens von einem netten Zeitgenossen in mühevoller Arbeit abmontiert, durch die das Dickicht abtransportiert und letztendlich gestohlen. Er ziert (??) nun sein Haus, in einem Ort nicht sehr weit entfernt!
Ob der Zaun des verwunschen Ortes dem Manne und seiner Familie gut tat, ist mir nicht bekannt.
Gruß
Christian Bedey