Vorschlag: Ein Preiserhöhungs-Gesetz
Andere Länder machen es vor: Der Preis darf nur einmal pro Tag erhöht werden. Damit werden Absprachen abgewürgt. Ergebnis: Die Preise explodieren nicht so wie bei uns. Und dass die Spritkonzerne viel Luft in ihren Preisen haben, das können Sie hier auch sehen.
Beispiel Österreich
Gemäß der derzeit gültigen Spritpreisverordnung dürfen die Kraftstoffpreise an Österreichs Tankstellen lediglich einmal pro Tag, nämlich um 12 Uhr mittags, erhöht werden. Preissenkungen sind dagegen in unbegrenzter Zahl zu jedem Zeitpunkt möglich. Vorteil: Die Konzerne können nicht - wie bei uns - voneinander abgucken. Jedes Unternehmen ist gezwungen, darauf zu hoffen, dass die Konkurrenz mindestens genau so teuer ist.
Beispiel Australien
Preiserhöhungen müssen einen Tag vorher angekündigt werden, danach müssen die neuen Preise mindestens 24 Stunden lang gültig bleiben. Vorteil: Man kann noch schnell vor einer Preiserhöhung tanken.
Immer größere Gewinne: So zocken die Konzerne ab
Die Ölkonzerne sacken immer höhere Gewinne ein. In den vergangenen neun Jahren hat sich der Gewinnanteil pro Liter fast vervierfacht. Bei benzinpreise.de können Sie nachgucken, wieviel die Konzerne im Schnitt jeden Tag an einem Liter Benzin oder Diesel verdienen. Der Vergleich ist wirklich spannend: Aktuell liegt die Gewinnspanne etwa bei Diesel bei 31,3 Cent pro Liter. Anfang Januar waren es nur 19,6 Cent, 2009 9,6 Cent und 2002 sogar nur 6,5 Cent.
Fotos: dpa, Fotolia.com
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