Rolling-Stones-Klo sorgt für Streit
Im Rolling-Stones-Mueum in Lüchow gibt es angeblich frauenfeindliche Toiletten. (Siehe Fotos) Was meinen Sie: Stimmt das?
Frauenbeauftragte auf den Barrikaden
Die "Kisses"-Urinale der niederländischen Künstlerin Meike van Schijndel sind eng an das Logo der Rocker angelehnt - geformt wie weit aufgerissene Münder, die Öffnungen eingerahmt von knallroten Lippen. Nur die Zunge fehlt. "Es ist ein Aufschrei durch die Bevölkerung gegangen - allein bei mir hat sich ein rundes Dutzend Frauen beschwert", sagt die Gleichstellungsbeauftragte Marianne Jönsson-Olm von der Samtgemeinde Lüchow. Die Urinale halte sie für nicht zumutbar, betont sie. Aber sie will die Dinger nicht ganz weg haben. Ihr Vorschlag: Die Urinale können ins Museum selbst, aber nicht auf dem Lokus!
"Die bleiben dran"
Der Lüchower Museumschef Ulrich Schröder schaltet auf stur: "Das ist Kunst". Und frauenfeindlich seien die Becken auch nicht: "Beim Originalmund der Stones mit der berühmten Zunge ist auch gar nicht klar, ob das ein Männermund oder ein Frauenmund sein soll", erklärt der Ex-Banker mit den langen Haaren verschmitzt.
Doch nicht nur künstlerisch ist die Sache für ihn keineswegs Pipifax: "Die Dinger waren sauteuer", sagt er. Und während in New York die Urinale nach wütenden Protesten von Frauenrechtlerinnen entfernt wurden, sollen sie dann in dem Stillen Örtchen im ruhigen Lüchow noch immer zu finden sein: "Das bleibt alles so, wie es ist", erklärt der fröhliche Kauz unbeugsam: "Da wird nix abgebaut, die bleiben dran!"
Cool oder Chauvi?
Kunst oder Frauenfeindlichkeit? Was sind die Klos denn Ihrer Meinung nach? Schreiben Sie es uns!
Fotos: dpa




Kommentare
Das Gegenbeispiel
Bei facebook fand sich jetzt das perfekte Klo, das Männer "diskriminiert". Ich sehe schon die Männerbeauftragten im Einsatz ;-)