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In Niedersachsen sind in diesem Jahr schon weit mehr Norovirus-Infektionen registriert worden als in den ersten zehn Monaten 2011.
Die Zahl der gemeldeten schweren Magen-Darm- Erkrankungen ist um 24 Prozent auf mehr als 8180 Fälle gestiegen. Das teilte die Techniker Krankenkasse mit. Die Daten stammen vom Berliner Robert Koch-Institut. Am stärksten betroffen ist der Regierungsbezirk Braunschweig, gefolgt von Hannover. Üblicherweise infizieren sich in der Zeit von Oktober bis März besonders viele Menschen mit dem Virus. Symptome sind Erbrechen und Durchfall.
Leider gibt es nur ganz wenig Möglichkeiten, sich vor dem tückischen Brechdurchfall zu schützen. Die wichtigste Maßnahme: Hygiene. Auf deutsch: Hände waschen ist Pflicht. Lebensmittel sollten Sie sehr gut sauber machen, bevor Sie sie essen. Das gilt ganz besonders für Rohkost. Und wenn Sie total auf Nummer Sicher gehen wollen: Desinfizieren Sie Ihre Türklinken zu Hause. Und wenn Sie anderswo Türklinken angefasst haben: Hier ist wieder Hände waschen angesagt.
Noroviren sorgen dafür, dass man sich stark krank fühlt. Ein bis zwei Tage nach der Infektion geht es los: Plötzliche Übelkeit, starkes Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe und Kreislaufprobleme. Im Schnitt ist man dann zwei Tage völlig außer Gefecht gesetzt. Gegen das Norovirus ist kein Kraut gewachsen.
Man kann nichts anderes tun als abwarten, bis die Krankheit abgeklungen ist. Wirklich gemein: Das Virus verbreitet sich von Mensch zu Mensch, aber auch zum Beispiel über verunreinigte Türklinken - dabei bleibt es auch außerhalb des menschlichen Körpers über Tage ansteckend.
Regelmäßig kommt es in der kalten Jahreszeit zu zahlreichen Norovirus-Infektionen, die sich epidemieartig ausbreiten können. Das Virus ist sogar das ganze Jahr über unterwegs. Allein in Niedersachsen gibt es regelmäßig mehrere hundert Fälle im Jahr.
Interessanterweise sucht sich das Norovirus gern Kreuzfahrtschiffe aus, um dort Unheil zu verbreiten. Dort findet es meist optimale Bedingungen: Viele Leute auf relativ engem Raum. Prominentester Fall war im Janar 2007 die "Queen Mary 2", auf der rund 300 Leute erkrankten. Einen Monat vorher war der Kreuzfahrtgigant "Freedom Of The Seas" betroffen. Dort wurden 700 Menschen krank.
Foto: dpa, Werner Stapelfeldt - Fotolia.com
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