26.01.2011
Verkehrsgerichtstag diskutiert

Sind Sie für 0,0 Promille am Steuer?

Der Verkehrsgerichtstag in Goslar hat begonnen. Die Experten diskutieren auch über ein totales Alkoholverbot für Autofahrer. Das jedenfalls hat der Chef des Auto Club Europa (ACE), Wolfgang Rose, angeregt.

Von den rund 58 000 Menschen, die innerhalb der vergangenen zehn Jahre auf deutschen Straßen ums Leben gekommen sind, seien etwa 7100 im Zusammenhang mit Alkohol gestorben, sagte Rose. Im Rahmen des Fachkongresses mit rund 1600 Experten wird in Goslar auch über die Null-Promille-Grenze diskutiert werden.

Bei uns in Deutschland gilt seit 1998 die 0,5 Promille-Grenze. "Ein Bierchen ist erlaubt", sagen sich viele Autofahrer.


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Was halten Sie von einem strikten Alkoholverbot für Autofahrer?

Der Verkehrsgerichtstag hat Einfluss

Die Verkehrs-Gesetzgebung wird laut Ex-Generalbundesanwalt Kay Nehm maßgeblich vom Verkehrsgerichtstag beeinflusst. Der Gesetzgeber habe zahlreiche Empfehlungen der Experten umgesetzt, sagte Nehm, der dem Verkehrsgerichtstag seit 2010 als Präsident vorsteht.

Hier geht's zur Homepage des Deutschen Verkehrsgerichtstags: www.deutscher-verkehrsgerichtstag.de

Als Beispiele nannte Nehm die gesetzliche Verankerung des begleiteten Fahrens mit 17 und die Einführung der 0,0-Grenze für Drogen am Steuer. In der Vergangenheit hatten die Fachleute unter anderem das Handyverbot beim Autofahren oder die Herabsetzung der Alkohol- Promille-Grenze empfohlen. Zwar würden nicht alle Empfehlungen des Verkehrsgerichtstages sofort umgesetzt, sagte Nehm. "Es ist manchmal eine Ochsentour. Manche Themen müssen immer wieder diskutiert werden. Und irgendwann ist das Feld dann so bestellt, dass der Gesetzgeber nachzieht". So sei zunächst "auch das Fahren mit 17 nicht so unumstritten gewesen, wie es sich heute darstellt".

Den relativ großen Einfluss des Verkehrsgerichtstages führt Nehm darauf zurück, dass er nicht einseitig Interessen vertrete. "Wir sind kein Verband, der bestimmte Ziele durchdrücken will, sondern ein Sammelbecken der verschiedenen Interessen". In Goslar könnten Experten Verkehrsfragen ausdiskutieren und dann Gerichten und Gesetzgebern Ratschläge geben.

Foto: dpa

Kommentare

Silker 30.01.2011 07:46

0,0 find ich OK

Ich finde das OK mit 0,0.Viele Überschätzen sich,gerade die Jungendlichen.Ach eins kann ich noch,ich vertrag ja was.Dann passieren vielleicht auch weniger Unfälle.
JA ICH WILL DAS

Andrea aus Hardegsen
Andrea 28.01.2011 21:07

Auf jeden Fall 0,0 Promille !

Ich fahre grundsätzlich nicht Auto , wenn ich Alkohol getrunken habe .(Was sehr selten passiert.) Das habe ich auch meinen Kindern beigebracht , die halten sich daran . So kann jeder mit gutem Gewissen Auto fahren , sich konzentrieren und auf die Fehler der anderen rechtzeitig reagieren . Alkohol und Autofahren gehört nicht zusammen , genauso wie Drogenkonsum .

Viele Grüße aus dem Solling

Andrea

M.Kirsch 28.01.2011 18:41

Wie Salz in der Suppe

Ein kleiner Sherry vor dem Essen, ein Glas Bier oder Wein zum Essen, bzw. nach dem Essen z. B. ein Espresso mit `nem Grappa gehören doch gelegentlich zur Esskultur, wie das Salz in der Suppe! Ebenso ein kleiner Schluck Sekt anläßlich irgendwelcher Jubiläen darf doch nicht verboten sein, nur weil man anschließend noch seinen Heimweg antreten will und muß. Die 0,5 - Promille-Regelung ist m. E. nach die absolute Obergrenze der Bevormundung eines "zivilisierten Menschens". Wer jetzt auch noch die "diktatorische" Bevormundung der Esskultur fordert, kann keinen gesunden Menschenverstand "beheimaten".

Mona 28.01.2011 13:37

Ich bin für 0,1 Promille am Steuer, aber nicht wegen einem Bierchen oder einem Gläschen Wein, sondern

deshalb, weil ich zwar überhaupt keinen Alkohol trinke, wenn ich fahre, aber ein minimaler Alkoholwert im Blut feststellbar ist, wenn man beispielsweise morgens auf dem Brot vom leckeren Rotweingelee genascht hat, mittags eine Soße mit Weißwein hatte oder darauf angewiesen ist, z.B. Hustensaft, in dem auch häufig Alkohol enthalten ist, einzunehmen. Da wir auf dem Lande wohnen und eine sehr schlechte Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel haben, kann ich mich nicht bei jeder Erkältung krankschreiben lassen, nur weil im Hustenmittel ein geringer Anteil Alkohol enthalten ist und ich damit fahruntüchtig wäre.

Von der weitverbreiteten Unsitte, nachzurechnen, ob man sich noch ein Glas Bier oder Wein genehmigen kann, um sich anschließend ins Auto zu setzen, halte ich überhaupt nichts! Entweder Alkoholgenuß ODER Auto fahren! Die meisten, die rechnen, trauen sich im angesäuselten Zustand mehr zu als gut wäre....

Daniela aus Südbrookmerland
Daniela 28.01.2011 13:35

Für 0,0

Ich bin auf jeden Fall für 0,0 denn ich sage mir immer, dass wenn ich trinken kann ich auch soviel Geld für Bus oder Taxi mit einrechnen muss. Sonst kann ich ebend nicht aus dem Haus gehen und was trinken!
Hustensaft, Weinsosse, etc. sind für mich auch einfach nur Ausreden.
Unsere Kinder bekommen grundsätzlich Medikamente die ohne Alkohol sind und werden wieder gesund. Wieso dieses nicht auch bei Erwachsenen gehen sollte weiss ich nicht.
Ausserdem ist das eine so geringe Menge die meist nichtmal angezeigt würde wenn man das Alkohol / Körper Verhältnis sieht.
Möchte mal den Menschen erleben der bei "nur" 0,5 Promille nen Unfall mit verletzter Person verursacht und sich nicht sein lebenlang Vorwürfe macht.
Ich habe es noch nie anders gehandhabt. Null Alkohol = Autofahren - auch nur ein bisschen Alkohol = Auto stehen lassen!

Olaf 28.01.2011 00:04

0,5 soll bleiben

Ich sehe es wie Peter, wer abends mal 1 oder 2 Bier trinkt solte auch noch die Möglichkeit haben am nächsten morgen zur Arbeit oder sonstwo hinzukommen.
Wer sich regelmäßig die Kante gibt den interessiert es eh nicht ob 0,0 oder 0,5 Promille erlaubt sind. Der fährt immer und diese Leute sollten stärker bestraft werden.
Ich glaube nicht das die Unfallquoten bei 0,0 Promille sinken würden weil die Leute die nur ein Bierchen trinken ja schon zeigen das sie verantwortsgsvoll handeln und auch dementsprechen vorsichtig sind.

@Ilka, dein Vergleich mit den Fahranfängern in allen Ehren aber
dann darf man auch bei Fahranfängern keine unterschiede machen, in diesem Fall nicht auf Alkohol bezogen sondern auf die Fahrzeugleistung. Ist zwar ein anderes Thema aber nur um zu verdeutlichen das es nie gerecht zu geht. wie du es bei den Fahranfängern forderst.

Wie kann es angehen das ein Autofahranfänger sofort in ein Fahrzeug mit 400PS steigen und losfahren darf und ein Motorradfahrer
muß 2 Jahre ein gedrosseltes Motorrad fahren oder mindestens 25 Jahre alt sein muß bevor er "offen" fahren darf?
Du siehst es gibt immer irgendwelche Ungerechtigkeiten.
Also alles so lassen wie es ist.

Ilka 27.01.2011 23:42

genau richtig

ich finde es abolut richtig. Für fahranfänger in der Probezeit gilt ja shcon die 0.0 promille Grenze. und ich sage mir gleiches recht für alle. Auch andere fahrer bauen Unfälle und nicht nur fahranfänger. es gibt medikamente ohne alkohol. kann man drauf achten. Und wnen man eh so krank ist, sollte man sowieso kein auto fahren. uNd ein glas Bier oder rotwein und dnan fahren muss ja nun nicht wirklich sein oder? ich würde nie zu jemanden ins auto steigen, der getrunken hat. auch wenn e snur ein Bier ist. Auch da kann die wahrnehmung shcon sehr eingeschränkt sein.

Ulrike aus Lüneburg
Ulrike 27.01.2011 21:35

0,0 Promille

Ich bin absolut für die 0,0 Promille-Grenze. Was Medikamente betrifft, kann jeder nachfragen ob Alkohol enthalten ist, und wenn diese Person dann diese Medikamente trotzdem haben möchte, kann ich nur sagen, dass der /die jenige vielleicht ein Akkoholproblem hat?, und er/sie nicht mehr ohne kann? Darüber sollten sich mal einige Leute Gedanken machen.

Also auch bei KRANKHEIT OHNE ALKOHOL!!!!!!!!!!!!! (es geht).

Grüße aus Lüneburg von Ulrike

Volkmar-Daniel aus Hannover / Ledeburg
Volkmar-Daniel 27.01.2011 20:27

Alkohol in Medikamenten

Wenn ich mir hier die ausreden durchlese warum einige gegen die 0,0 Grenze sind kann man nur mit dem Kopf schüttel. Wir haben Bus, Taxi, Bahn usw. Die Leute tun als wenn Medikamente zum Täglichen leben gehören und nicht damit umgehen können. Hustensaft, wenn er so gefährlich ist dann packt in ein und schluckt ihn auf der Arbeit. Mit Sicherheit gibt es auch Hustensaft ohne Alkohol. Wie gering ist die Menge an Alkohol in Medikamente und wie schnell baut dieser sich wieder ab im Körper.

Jeder Schluck Alkohol verändert den Menschen
Wie Alkohol wirkt
Ab ca. 0,2 Promille: Persönlichkeitsveränderung beginnt; Wiederstand gegen Alkohol lässt nach, Risikobereitschaft steigt, Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsgabe werden schlechter; Wärmegefühl, Zwanglosigkeit, Fröhlichkeit.
Ab ca. 0,4 Promille: Leutseligkeit, Rededrang, Selbstkritik und Urteilsvermögen lassen nach, Reizbarkeit steigt. Entfernungen und Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt. Hell/Dunkel-Anpassung lässt nach (Blendungsgefahr), Bewegungskoordination (Lenken, Bremsen, Kuppeln, Gas, Schalten usw.) wird schlechter. Damit ist man schon fahruntüchtig.

Thomas 27.01.2011 19:22

Bin für 0,0 Promille

Hallo,ich betrachte das Alkoholverbot am Steuer als richtigen Schritt!
Wenn ich z.b. nach Spanien fahre,weiß ich was auf mich zu kommt und trinke dort auch keinen Alkohol wenn ich mit dem Mietwagen unterwegs bin.Warum sollte das hier nicht auch funtionieren? Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und ein generelles Tempolimit auf der Autobahn (120 Km/h) und auf der Landstrasse (100 Km/h) fordern.
Ich fahre selber gerne Schnell, aber wo geht das den noch ?
Das Problem mit dem verstecktem Alkohol sehe ich eigentlich nicht so, den es gibt genug trockene Alkoholiker, die auch wieder Autofahren dürfen.
Auch diese Personen haben mal Husten und nehmen Hustensaft. Demnach wird es auch Alkoholfreie Hustensäfte geben müssen, oder sehe ich das Falsch?

Mit besten Grüßen

Thomas

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