Terror-Attacke Ende November?
Bundesinnenminister Thomas de Maizière warnt: Ein Terrorangriff droht. Die Folge: Schärfere Kontrollen an Flughäfen und Bahnhöfen.
Nervöse Aktivität in der Nachrichtenredaktion
Die Terrorwarnung von De Maizière kommt rein, Nachrichtenredakteur Oliver Seidler liest laut vor. Torben Hildebrandt kommt dazu. Die Beratungen beginnen: "Wie gehen wir mit diesem Thema um?"
Parallel dazu kommt eine ganz andere Diskussion in Gang. Jens Gümmer sagte mir: "Wenn ich so etwas höre, dann denke ich wieder an die Bombenattacken in London oder Madrid". Damals traf es in London U-Bahn und Busse, in Madrid gingen die Sprengsätze in einem Zug hoch. Keine Überraschung, dass Jens das sagt, er pendelt jeden Tag mit dem Zug. Als Autofahrer mache ich mir da weniger Gedanken. Außerdem, sage ich zu Jens, sind wir hier im eher friedlichen Niedersachsen. Wenn wir hier in Berlin, Hamburg, München oder Köln wären...vielleicht würde ich dann auch etwas nervöser.
Aber andererseits: Wir haben immer wieder Warnungen bekommen - dass der Innenminister sie persönlich quasi ohne Vorwarnung abgibt, das ist allerdings neu -, aber passiert ist bisher nichts. Ich verlasse mich da aber auch auf unsere Sicherheitsbehörden. Die waren bisher ganz gut darin, Terroristen abzufangen, bevor sie wirklich gefährlich wurden, wie zum Beispiel bei der "Sauerland-Gruppe".
Macht Sie die Terrorwarnung nervös?
"Es gibt konkrete Spuren"
sagt der Bundesinnenminister. Denn die Bundesregierung hat konkrete Hinweise darauf, dass für Ende November in Deutschland ein Anschlag geplant ist. De Maizière betonte: "Wir zeigen Stärke, lassen uns aber nicht einschüchtern." Er mahnte: "Es gibt Grund zur Sorge, aber aber keinen Grund zur Hysterie. Wir lassen uns durch den internationalen Terrorismus weder in unseren Lebensgewohnheiten noch in unserer freiheitlichen Lebenskultur einschränken."
Mehr Sicherheit = mehr Last für Flug- und Bahngäste
Natürlich hat der Bundesinnenminister nicht gesagt, wie genau die schärferen Sicherheitsmaßnahmen aussehen. Man muss den Terroristen schließlich nicht mit solchen Informationen weiterhelfen. Eins ist aber klar: Kontrollen, die schärfer werden dauern üblicherweise auch länger. Und das dürfte vor allem auf den Flughäfen zu spüren sein. Ob es sogar Verspätungen an den Flughäfen für unseren Bereich gibt, das sehen Sie auf den Websites der Airports Hannover, Bremen, Hamburg und Münster/Osnabrück.
Foto: dpa
Vereintes-Niedersachsen.de
Das neue Online-Portal von Hit-Radio Antenne für Niedersachsens Vereine







