Kultusminister rechnet mit guter Lösung
In Bramsche protestiert eine Elterninitiative massiv gegen eine Grundschullehrerin. Dort an der Martinus-Schule wehren sich die Eltern gegen die zweifelhaften Methoden der Pädagogin. Am Montag meldeten sich 14 von 18 Schülern aus Protest krank.
Update: Althusmann zeigt Verständnis für den Protest
Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) ist überzeugt davon, dass im Sinne der Kinder eine gute Lösung gefunden wird. Heute früh haben der Schollmayer und Denise mit dem Minister gesprochen:
Angst vor der Klassenlehrerin?
Die Neue Osnabrücker Zeitung schreibt, dass die Welt an der Martinusschule in Bramsche aus den Fugen geraten ist. Die neue Lehrerin würde Siebenjährige schon wegen einer Kleinigkeit anbrüllen, den Kindern sogar Toilettengänge willkürlich verbieten. Das ein oder andere Malheur sei deshalb nicht ausgeblieben. In ganz kurzer Zeit sei in der Grundschule eine "Atmosphäre der Angst" entstanden, wird der Sprecher der Initiative "Pro Martinusschule" Peter Folkert zitiert. Am Montag zogen 14 von 18 Eltern der betroffenen Klasse die Reißleine, sie meldeten ihr Kind bis auf Weiteres krank. Bereits am Freitag sprachen die Eltern der Frau das Misstrauen aus und forderten, dass sie die Kinder nicht mehr unterrichtet. Auch an ihrer früheren Schule in Osnabrück soll die Lehrerin mit ihren eigenwilligen Methoden für Konflikte gesorgt haben, heißt es in dem Bericht.
Schulbehörde arbeitet an einer Lösung
Am Dienstagabend hat es ein "sehr emotionales" Gespräch gegeben, sagte uns der Sprecher der Landesschulbehörde, Christian Zachlod.
Haben Sie so etwas auch erlebt?
Dass Schüler manchmal mit den einen Lehrern schlechter klar kommen, als mit den anderen, ist sicher normal - es handelt sich schließlich um Menschen. Haben Sie und Ihre Kinder aber vielleicht auch die Erfahrung gemacht, dass Lehrer sich falsch verhalten? Vielleicht sogar so, dass Schüler Angst vor einzelnen Lehrern hatten? Was, glauben Sie, ist der Hintergrund dafür? Wie können solche Situationen gelöst werden?
Foto: st-martinus-bramsche.de




Kommentare
Holger
Hallo,
die Lehrerin hat offensichtlich vollkommen ihren Beruf verfehlt. Über das Problem habe ich mich schon oft mit Lehrern unterhalten: einige haben vollkommen falsche Vorstellungen und werden erst auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, wenn sie schon im Referendariat sind. Das ist dann aber viel zu spät, sie beissen sich dann oft durch den ungeliebten Beruf durch.
Angehende Lehrer müssten viel eher auch Praktika an Schulen absolvieren.
Ich bin froh, dass meine Tochter eine wirklich gute Klassenlehrerin erwischt hat, die auch schon mal im richtigen Moment streng ist, aber sehr viel Wert auf den Zusammenhalt der Klasse legt und mit den Schülern (4. Klasse) sehr gut umgeht. So gut wie allen Schülern macht der Unterricht Tag für Tag Spass.
Viele Grüße
Holger
Auch ich kenne so etwas
Ist gerade erst gestern vorgefallen über die hälfte der Klasse hat ein Bild nicht ausgeschnitten und durften deswegen am Schwimmuntericht nicht teilnehmen zur Strafe. Wo ich mich frage gab es vieleicht ein Verständigungsproblem wenn so vieleKinder diese Aufgabe nicht hatten.
Das war nur das kleinere Übel eine Lehrerin hat meinen Sohn der krank ist gestern zur Seite geschubst obwohl Sie weis das Sie das nicht darf denn er kann dabei stürzen. Habe diese Lehrerin darauf hin angesprochen und Sie streitet alles ab. Ist auch nicht der erste Vorfall sie schreit die Kinder auch gerne mal an .
DAs beste ist aber noch das alle anderen Kinder auf meinen Sohn einprügeln dürfen und ich mir sagen lassen muss das er selber schuld ist . Weil er sich neben diese anderen Kids stellt und sie somit provoziert. Ich weis schon so langsam nicht mehr wie ich mein Kind schützen soll. Und das bei einem Kind was mal gerne zur Schule ging was jetzt nicht mehr so ist.
Heidi
Hallo, ich bfinde mich auch gerade in dieser Lage. Bloß wenn wir Eltern nichts unter nehmen , wer dann? Ich hatte mein Sohn auch gerade eine Woche krank gemeldet. Habe in der Zeit auch alle Hebel in Bewegung gesetzt. Am Montag habe ich ein Gespräch in der Schule, Solche Lehrer dürften garnicht unterrichten.
Liebe Grüße Heidi
Sehr emotionale Gespräche...
Wir haben alle von den massiven Vorwürfen gelesen und gehört. Die meisten von uns können sich auch gut vorstellen, wie es Kindern in einem solchen Klima geht.
Offen gesagt: Eltern, die dabei nicht im geringsten emotional werden, empfinde ich als gruselig. Diesen Zustand behördlicherseits kampfrhetorisch zu verwenden, um Eltern abzuwerten empfinde ich als unanständig.
Es zeichnet ein völlig verzerrtes Bild. Auf der einen Seite hysterische Eltern, auf der anderen Seite sachlich korrekte Behörden... So einfach gestrickt sind Schulkonflikte nicht!
Ist es nicht vielmehr so, dass ein enormer Leidensdruck vorhanden gewesen sein muss, um bislang völlig zufriedene Eltern und Kinder zu einem Schulstreik zu treiben? Klar betrachtet muss man sagen, dass die Martinusschule vor der umstrittenen "Versetzung" einer Lehrkraft eine heile kleine Schulwelt hatte.
Übrigens:
Die Fürsorgepflicht einer Schulbehörde beschränkt sich nicht darauf, Lehrkräfte nach Beschwerden zu versetzten bzw. deren Versetzungsanträgen nachzukommen. Damit werden Probleme -welcher Natur auch immer- nicht behoben. Damit hilft man weder Schülern, noch Schulen, Schulleitungen und Lehrkräften - und am allerwenigsten der betroffenen Lehrkraft.
Hier noch eine Sammlung "bedauerlicher Einzelfälle" - leider nur die Spitze vom Eisberg:
http://www.lernen-ohne-angst.de/index-Dateien/PublizierteFaellevonLehrergewaltinDeutschland.htm
Morgen soll ein Lösungsangebot vorgestellt werden. Hoffen wir, dass es ein guter, tragfähiger und nachhaltiger Weg gefunden wird.
Angelika Bachmann
www.lernen-ohne-angst.de
ICH KOMME AUS BRAMSCHE
Ich war damals in Bramsche (LK OS) in einer anderen Schule. Dort wurde ich in der 4. Klasse mit 10 Jahren von meiner Klassen- (und bis dahin Lieblings-)lehrerin mit dem abgebrochenen Ast eines Baumes vor der versammelten Klasse während des Unterrichtes verprügelt. Den Ast hatte ich aus Versehen beim Klettern während der Pause auf dem Schulhof abgebrochen. Das Verprügeln hat nicht besonders weh getan, aber ich denke, das hat damals meine Einstellungen zu sogenannten "Obrigkeiten" stark beeinflusst. Ich fühlte mich gedemütigt. Es gab keinerlei Repressalien. Das war im Jahre 1979. Heute bin ich 41 Jahre alt und weiß noch genau wie alles war.Noch zufällig vor einer Woche habe ich der Lehrerin einen Brief geschrieben, Sie solle sich doch dafür entschuldigen. Leider konnte ich den Brief nicht mehr absenden, denn wie ich gehört habe lebt die Lehrerin schon nicht mehr.
Hallo,
diese Grundschullehrerinnen unterrichten unsere Zukunft!
Wir sind damals in einen anderen Stadtteil gezogen, um die Schule wechseln zu können. Unseren Sohn haben sie fast gebrochen... der hat sich nichts mehr zugetraut - Mag sein, dass wir resigniert haben, doch um weiteren Schaden zu umgehen, mussten wir diesen Schritt machen. Der Schulelternrat hatte uns unterstützt - die Elternvertreter haben nur gesagt: da kann man ja nichts machen - die Lehrer haben den längeren Arm....
Auch hier wird die Lehrerin weiter an irgendeiner Schule unterrichten - bekommt weiterhin ihre Bezüge - bis zur Pension.. Für sie sind die bösen Kinder und Ihre Eltern Schuld..
Es gibt nicht nur schlechte Lehrer - heute hat mein Sohn engagierte Lehrer, die den Beruf des Lehrers als Berufung ansehen... Denn so sollte jeder seinen Beruf ausüben...
Liebe Eltern aus Bramsche: Super, dass ihr eure Kinder nicht zur Schule geschickt habt um auf die Situation aufmerksam zu machen - toll!!!! Hut ab!!!
Drücke Euch die Daumen
Viele Grüße
Erschreckend...
finde ich diese ganze Situation - mutig, dass sich Eltern währen!!! Ich kenne eine betroffene Familie aus dieser Klasse und habe selber eine Tochter im gleichen Alter an einer anderen Grundschule in Bramsche.
Wie kann man "wissentlich" solchen kleinen Kindern - die sich nicht währen können - so eine Lehrerin vor die Nase setzen???
Für die Kinder ist doch gerade die Grundschule noch eine unbedarfte Zeit, die Freude machen soll - dass ist diesen Kindern genommen worden.
Ob sie jemals noch mal gerne zur Schule gehen werden?
Ich hoffe für die Kinder und ihre Familien dass bald wieder Ruhe und Frieden in der Schule einkehrt und diese Erlebnisse bald verblassen!
GLG Gabriela L.L.
Was ist wenn es nur einen Schüler/in trifft
Hallo,
mein Sohn hatte ähnliche Probleme. Er wurde zum einen von Mitschülern aber auch von Lehrern derartig unter Druck gesetzt, dass er morgens vor der Schule mit Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen (er leidet sowieso unter Migräne) reagierte und nicht in die Schule wollte.
Manchesmal wußte ich nicht ob er wirklich Scherzen hatte oder nicht.
Wir haben dann auch mit den Lehrern gesprochen aber.... eine Krähe hackt ja bekanntlich der anderen nicht die Augen aus. Ich weiß langsam nicht mehr weiter.
Gruß
Regina
Ähnliche Sorgen
Hallo Olivia,
ich habe von diesem Fall heute Morgen im Radio erfahren und bin darüber sehr erschüttert. Da ich zurzeit mit der Grundschullehrerin meiner Tochter genau das selbe erlebe.
Meine Tochter ist zurzeit in der zweiten Klasse und will aus Angst nicht mehr in die Schule gehen! Da auch ihre Lehrerin den Unterricht nur mit schreien ausführt. Sie schreit so laut das die Kinder mit Ohrenschmerzen im Unterricht sitzen. Ebenso wird verboten in der Stunde auf die Toilette zu gehen was eine Verletzung gegen das Menschenrechtes ist.
Auch ich hatte schon Gespräche mit den Elternräten, der Lehrerin und Rektorin, komme mir aber trotzdem ziemlich hilflos dabei vor!
Es tut mir jeden Morgen weh wenn ich meine Tochter zur Schule bringen muss.
Lieben Gruß
Kerstin
PS: Solche Lehrer dürften überhaupt nicht unterrichten das Sie unsere Kinder damit kaputt machen!
Ich bin entsetzt!!!
Hallo Olivia!
Meine Tochter ist selber gerade zur Schule gekommen und geht zum Glück auch bis jetzt sehr gerne dahin!!! ( 5te Woche :-) )
Aber wenn ich mir überlege, das soetwas bei meiner Tochter passieren würde...... Sie ist sehr schüchtern und ängstlich und mit Gebrüll, Drohungen etc. kommt man bei ihr schon gar nicht weiter! Ganz im Gegenteil, es verschlechtert sich nur alles.
Die Lehrerin sollte sich mal überlegen was sie mit solchen Aktionen bei den Kindern anrichtet!! Da können Schäden entstehen, die auf Jahre nicht weg zubekommen sind!!!
Meiner Meinung nach sollte diese "Pädagogin" nicht mehr als Lehrerin zugelassen werden. Denn wer kann versichern, das soetwas nicht wieder passiert??!!
Liebe Grüße
Katrin
PS.: Ich bin gerade auf der Arbeit und kann Euch deshalb nicht hören, hoffe aber, dass ich Euch mit meiner Meinung helfen konnte!!!!!