07.09.2010
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Bessere Bildung = Mehr Kohle?

Wir haben es schon immer geahnt. Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Nur wer eine sehr gute Ausbildung hat, der verdient sehr viel Geld. Und kann auch länger arbeiten.

Studium als Schlüssel zum Reichtum

Ein Hochschulstudium schützt in allen Industrienationen der Welt am besten vor Arbeitslosigkeit und sichert zugleich ein deutlich höheres Einkommen. Das ist das Ergebnis des neuen Bildungsberichts der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD. In Deutschland liegen die Einkommen von Akademikern im Schnitt um 75 Prozent über denen von Beschäftigen mit betrieblicher Berufsausbildung.

Zu wenig Studenten in Deutschland

Die OECD schlägt jetzt Alarm:  In Deutschland nehmen trotz erheblicher Verbesserungen in den vergangenen Jahren im internationalen Vergleich immer noch zu wenig junge Menschen ein Studium auf. Und: Immer noch brechen viele Studenten ihr Studium ab.

In Deutschland ist der Anteil junger Menschen, die ein Studium aufnehmen, auf 43 Prozent gestiegen. Wenn man dann, so die OECD, noch die Ausländer rausrechnet, die in Deutschland studieren, aber danach das Land verlassen, dann kommen wir nur auf eine Studienanfängerquote von 34 Prozent. In vielen anderen OECD-Staaten und wirtschaftlichen Konkurrenten Deutschlands sind dies jedoch bereits weit über 50 Prozent.

Aber: es gibt nach wie vor jede Menge Berufe, die dringend gebraucht werden, aber kein Studium verlangen.

Realschüler geraten ins Abseits

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus Deutschland unterstützt indirekt die OECD-Ergebnisse. Die Zahl der Realschüler, die keinen Ausbildungsplatz finden, steigt nach dieser Studie. Rund 260.000 Realschulabsolventen im Alter zwischen 25 und 34 fehle allein in Westdeutschland die Berufsausbildung. Insgesamt hätten in den westlichen Bundesländern 1,5 Millionen Menschen dieser Altersgruppe keinen Berufsabschluss, ­ das sei jeder Fünfte. Demnach stellen zwar nach wie vor junge Erwachsene ganz ohne
Schulabschluss oder mit Hauptschulabschluss den größten Anteil der 25- bis 34-Jährigen, die über keine Berufsausbildung verfügen. Der Anteil der Realschüler steige aber seit den 90er Jahren immer mehr.

Voting

Haben wir wirklich zu wenig Studenten?

_____Foto: dpa

Kommentare

Nadzieja 09.09.2010 12:50

Wer kommt den Studenten denn entgegen?

Niemand! Studiengebühren ohne Ende.... Wie soll ein Student aller "Normalo" diese denn bezahlen?

sorry, aber man erwartet Studenten, wirft ihnen aber gleichzeit Steine in den Weg!

Olaf aus Peine
Olaf 07.09.2010 16:09

die Wirtschaft

Wir haben ein großes Problem - OK wussten wir vorher auch schon.

Aber mit dem demografischen Wandel wächst das Problem. Unsere Wirtschaft ist eine innovative und muss, auch weil wir keine Rohstoffe haben, immer neue und bessere Produkte entwickeln. Die tragenden Säulen unserer Wirtschaft sind hier der Maschinenbau und die regenrativen Energien (wo wir auch noch Weltmarktführer sind). Dafür brauchen wir mehr und nicht weniger Ingenieure, Techniker und Akademiker im Allgemeinen. Bei sinkender Bevölkerungszahl bedeutet, dass das der Prozentsatz der Abiturienten an einem Jahrgang einfach steigen muss. Sollten wir das nicht hinbekommen, dann wird das was unsere Wirtschaft trägt zusammenbrechen und dann brauchen wir auch keine Handwerker oder Landwirte mehr, denn dann geht das Land vor die Hunde.

Außerdem werden auch die Anforderungen in den Ausbikdungsberufen immer weiter steigen, denn auch ein Handelsfachpacker muss inzwischen nicht nur Tüten in Kartons packen, sondern Logistikketten und die Bedienung von vollautomatisierten Hochregallagern verstehen. Ein Landwirt säht und erntet auch nicht mehr einfach nur. Die Landmaschinen werden immer weiter aufgerüstet und er muss die Verordnungen für Lebensmittel kennen und per EDV seine Produktion dokumentieren. Alles nix für Dummköpfe egal ob Abitur oder nicht!

Wir müssen mehr in Bildung investieren und damit das in Niedersachsen endlich passiert gibt es
das Volksbegehren für gute Schulen!

Ape,sabine 07.09.2010 13:31

Handwerker

Es müssen auch noch Handwerker in Deutschland Ausgebildet werden.
Denn wer soll denn sonst die Kloverstopfung reinigen,oder das Dach decken?Ich finde es Schade das man heute nur noch wer ist wenn die Kinder auf das Gymnasium gehen.Man wird blöd angeschaut wenn der Sohn Landwirt eine Ausbildung als Landwirt absolviert.

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