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10.08.2010
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Protest-Camp in Wietze geräumt

Räumung Protestcamp in WietzeDas Protest-Camp gegen den Bau des geplanten Geflügelschlachthofs in Wietze bei Celle ist geräumt worden. Heute früh rückte die Polizei an. Nur einer der 30 Besetzer machte freiwillig Platz. Die übrigen wurden von den Beamten weggetragen. Bis zu 200 Polizisten waren zeitweise im Einsatz.

Mehrere Demonstranten angekettet

Die Räumung begann in den frühen Morgenstunden - und dauerte am Ende vermutlich viel länger, als einige Polizeibeamte gedacht haben. Denn eine Vielzahl der Besetzer hat sich angekettet und einbetoniert. Unser Reporter vor Ort war Uwe Bentlage. Er hat die Räumungsaktion verfolgt und sprach mit Polizei und Bürgern. Auch Lara, eine der Demonstranten, äußerte sich am Hit-Radio Antenne Niedersachsen Mikrofon.

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Protestcamp in Wietze wird geräumt

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Nach den Demonstranten kommt der Zaun

Noch während die Beamten versuchen, die angeketteten Demonstranten in Gewahrsam zu nehmen, wird ein großer Zaun um das Geländer errichtet. "Ab jetzt ist der Eigentümer verantwortlich", sagte Polizeisprecher Guido Koch im Interview mit Uwe Bentlage.

Protest-Camp seit Mai

Auf dem Gelände in Wietze soll ein riesiger Geflügelschlachthof entstehen. Das Gewerbeaufsichtsamt hatte Mitte Juli grünes Licht gegeben. 2,6 Millionen Hähnchen sollen in dem geplanten Betrieb geschlachtet werden - pro Woche. Niedersachsen ist mit Abstand Geflügelland Nummer 1 - fast zwei Drittel des Geflügelfleischs kommen aus Niedersachsen. Im Umkreis von 150 Kilometern um Wietze werden Hähnchenmastbetriebe die Tiere für den Mega-Schlachthof liefern. Viele neue Mastbetriebe sollen entstehen, um den Bedarf zu decken. Doch zunächst wurden Zelte und Holzhütten auf dem Platz in Wietze gebaut. Aus Protest gegen die Pläne campieren seit dem 24. Mai auf dem Gelände.

"Gut, dass geräumt wird" - Es gibt auch andere Meinungen

Hit-Radio Antenne Reporter Uwe Bentlage hat bei der Räumungsaktion auch Bürger aus Wietze getroffen, die froh sind, dass der Rothkötter-Konzern in Wietze investiert und die Besetzung des Geländes ein Ende hat.

Links

Bürgerinitiative Wietze: www.bi-wietze.de
Celler Land Frischgeflügel GmbH: www.cellerland-frischgefluegel.de

Fotos: Uwe Bentlage (Hit-Radio Antenne Niedersachsen), dpa

Kommentare

Maria 14.03.2011 23:19

nachdenken!? und über den Tellerrand schauen

Einmal darüber nachgedacht, was es für einen Aufwand bedeutet so ein Camp zu erhalten und wie sich die Geschichte Deutschlands ohne Widerstand entwickelt hätte?!..
Die meisten vergessen einfach, was für immense Schäden, bei der Errichtung eines solchen Projekts wie auch bei den dafür nötigen 420 Mastställen a 40 000 Hühner entstehen. Dass weder Umwelt noch Gesundheit der ansässigen Bewohner beachtet wird und Folgeschäden schon im großen Ausmaß erkennbar, aber letztendlich in ihrer Größe noch nicht Absehbar sind..ganz abgesehen von den Folgen der Hühner, die mit Hilfe von Chemikalien in kurzer Zeit auf winziger Fläche großgemästet und dann im Akkord hängend am Fließband getötet werden.
Der Wandel zur Großmast weg von kleiner Landwirtschaft wird leider jeden irgendwann persönlich betreffen. Spätestens dann wenn es nicht mal mehr in der Biolandwirtschaft möglich ist auf nicht Ammoniak verseuchten Grund Gemüse anzubauen.

Und was die " vom Staat abhängigen Besetzter anbelangt" , vielleicht hätte jemand von euch sich einmal dort hin begeben und sich mit einem unterhalten sollen(!)...

Leser 30.11.2010 13:12

Protest gegen alles?

Wie weit sind wir in Deutschland gekommen??

Gegen alles und jeden wird protestiert.
Die BI Wietze stellt eine schlecht gemachte Website ins Internet wo mehr beleidigt wird als sonst.
Arbeitslose besetzen das Baugebiet und der Steuerzahler muss die Kosten der Räumung tragen.
Die Besetzer kassieren weiter ihre Stütze vom Staat und können sich nicht selber an Gesetze halten.
Und die Region Wietze sollte froh sein das sich so eine große Firme dort niederlässt denn so gut ist es um die Region ja auch nicht bestellt.

Oh man Deutschland bald muss ich wohl die BI Wietze fragen ob ich in meinem Garten ein Sandkasten für mein Kind bauen darf.

Dennis 10.08.2010 20:35

Endlich weg

Ich bin froh dass diese Besetzer endlich weg sind. Die haben nur für ärger gesorgt. Z.B. weiß ich dass sie desöfteren bei Rewe geklaut haben und deshalb bin ich mir ziemlich sicher dass sie den 30 Kg Spargel in Wietze auch geklaut haben. Außerdem ist mir zu Ohren gekommen, dass diese Besetzer auf ein Auto losgegangen sind. Nur weil deren Musik zu laut war.
Deshalb bin ich froh das endlich ruhe in Wietze ist.

Heike 10.08.2010 20:28

Kosten für diesen Einsatz

Nun weiss ich endlich wofür ich arbeiten gehe. Wir die Steuerzahler müssen zahlen!!!
Und die Besetzter ach ja sind arbeitslos und bekommen Geld von uns Steuerzahlern.
Warum soll die Firma zahlen wenn solche Leute meinen auf friedliche Bitte nicht zu gehen???????
In welcher Welt leben wir eigendlich?

Tradintl 10.08.2010 16:29

Überzogener Polizeieinsatz gegen friedliche Demonstranten

Es ist kein Zufall, dass einen Tag nach der Ausstrahlung von Report Mainz, in welchem die Putenbaronin Grotelueschen, die aus taktischen Gründen Landwirtschaftsministerin ist, um die Geflügel-Mafia (Zitat einer Münsterischen Zeitung) wirkungsvoll zu unterstützen. Wer fleissig recherchiert findet ebenso wie Report andere dubiose Querverbindungen zu den Motiven der 6 Mio Subvention.

Die Opposition SPD Grüne schlafen den Sommerschlaf anstatt eine Sondersitzung des Landtags und Untersuchungsausschuss zu fordern.
Auch die BI-Wietze rührt zwar im Internet und in den Medien, versäumte aber rechtzeitig mit wirklichen Profianwälten wie z.B. Heinze Berlin (bekannt als Kraftwerkskiller) die Geflügelmenschen zu attackieren.

Eine Schande dass bei einem Defizit von mehr als 500 Mio (HAZ/Walsroder Zeitung) irgendeinem Kumpanen sowas einfach genehmigt wird.

Wir werden unsererseits bei der EU die Streichung der Förderung des Aller-Leine-Tals anregen, sofern man dieser umweltschädigenden Geschichte keinen Einhalt gebietet.

miniw 10.08.2010 15:36

Na klar darf man protestieren. Man muss sich aber auch an Regeln und Gesetze halten. Auch ein Besetzer-Camp ist kein rechtsfreier Raum.
Und je länger die Besetzung lief, desto mehr Unruhe wurde im Ort gestiftet. Die Leidtragenden waren hauptsächlich die Kinder gewesen. Die wurden von den selbsternannten "Ackerkackern" immer öfter auf der Straße angesprochen und haben sich dadurch belästigt und beängstigt gefühlt. Denn auch auf deutliche Aufforderungen in Ruhe gelassen zu werden, sind die schmutzigen Barfußläufer den Kindern hinterhergegangen.
Ebenso überflüssig war eine Protestaktion vor der Grund-, Haupt- und Realschule in Wietze. Hier hat sich ein Protestler mit Kunstblut vollgeschmiert und als Leiche auf den Boden drapiert. Selbst als Grundschüler herbeieilten um diesem Mann zu helfen hat er sich kein Stück gerührt. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen störenden, teils auch illegalen Aktionen.
Natürlich ist so ein Geflügelschlachthof, gerade mit solchen Ausmaßen, für Mensch und Tier nicht wünschenswert. Aber neben allen Risiken bietet dieser Schlachthof auch Chancen für die Region. Und solange es einen Markt für Discount-Fleischwaren gibt, so lange wird es auch solche Produktionsstätten geben. Das Problem wird sicher nicht durch eine Feldbesetzung gelöst werden können. Das sollte einem spätestens klar werden, wenn man beim Discounter nebenan Mitglieder der Bürgerinitiative Geflügelfleisch der Firma "Emsland Frischgeflügel GmbH" kaufen sieht.

Anton 10.08.2010 15:30

Gemischte Meinung

Ich glaube, grundsätzlich sollte man froh darüber sein, dass in der region neue Arbeitsplätze entstehen. Doch die Schlachtzahlen klingen schon echt grausam. Die Infos der Bürgerinitiative (siehe Link im Artikel) fand ich schon echt interessant.

Sonja 10.08.2010 14:53

Denkt mal an die Tiere

Für die finde ich gut, dass mal ein paar Menschen protstieren

Walter 10.08.2010 14:42

Was der Polizeieinsatz wieder kostet - das sollte man der Firma in Rechnung stellen

Arne 10.08.2010 14:37

Ich finde, dass man schon protestieren können sollte.

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