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Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellte eine neue Studie vor in der Auszubildende befragt wurden. Rund die Hälfte muss demnach regelmäßig Überstunden schieben. Natürlich ging es auch um den Verdienst - so viel verdienen Auszubildende heute...
So mancher Auszubildender muss seinen Unterhalt mit einem Nebenjob finanzieren. Andere müssen nebenbei Rasen mähen oder länger schuften als erlaubt - ohne Ausgleich. Dennoch schätzen viele junge Leute in Bremen und Niedersachsen ihren Berufsstart als gut ein.
Die Bilanz des ersten regionalen Ausbildungsreports für Niedersachsen und Bremen ist durchwachsen. Fast 13 Prozent der befragten Auszubildenden haben für das eigene Auskommen noch einen Nebenjob. Bedenklich dabei: 7,4 Prozent sind minderjährig, die Mehrarbeit verstößt also gegen Jugendschutzgesetz.
Im Schnitt verdienen die jungen Menschen bei ihrer Ausbildung 546,93 Euro. Auszubildende im Hotel- und Gaststättengewerbe dagegen kommen gerade mal auf 474,- Euro, Kaufleute im Handel immerhin auf 626,- Euro.
Obwohl 43 Prozent der Befragten nicht mal einen Ausbildungsplan haben, äußerte sich eine breite Mehrheit (68 Prozent) zufrieden mit ihrer Situation. Als besonders gut gilt die Qualität der Ausbildung demnach bei sehr großen, aber auch sehr kleinen Betrieben.
Allerdings gaben fast die Hälfte der Auszubildenden (43,4 Prozent) an, regelmäßig Überstunden leisten zu müssen. 20,4 Prozent davon erhält demnach nicht einmal Bezahlung oder Freizeitausgleich dafür. Mehr als ein Viertel der Befragten (26,6 Prozent) gab zudem an, mehr als 40 Stunden pro Woche zu arbeiten - oft auch bei völlig ausbildungsfremden Tätigkeiten. Das gilt auch für 22,3 Prozent der Auszubildenden unter 18 Jahren. Erschreckend sei zudem die Tatsache, dass 14,2 Prozent der Auszubildenden Arbeitsvorgänge "selten" oder "nie" erklärt bekämen.
In einer Sonderauswertung wurden auch die Berufsschulen unter die Lupe genommen. Dort ergab die Umfrage, dass sich gerade mal 42 Prozent der Berufsschüler gut auf ihre theoretische Prüfung vorbereitet fühle. Kritisiert wurden auch mangelnde Ausstattung und überfüllte Klassen. "Berufsschulen dürfen nicht mehr das Stiefkind der Bildungspolitik sein", mahnte Kerstin Pätzold, die Leiterin der Jugendabteilung im DGB-Bezirk Niedersachsen, Bremen, Sachsen-Anhalt.
Foto: dpa
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