Maschsee-Leiche identifiziert
Sie wurde erstochen, zerstückelt und in Müllsäcken in den See geworfen. Eine 44-jährige Frau wurde in Hannover Opfer eines Gewaltverbrechens. Hinweise auf einen Täter gibt es aber noch nicht.
Nach dem grausigen Leichenfund im hannoverschen Maschsee haben die Fahnder Gewissheit: Die Frau ist erstochen und zerstückelt worden. Die Leichenteile wurden in Müllsäcke verpackt. Fest steht für die Ermittler, dass sich die Leiche noch nicht sehr lange im Wasser befand.
Tote war polizeibekannt
Anhand von Fingerabdrücken konnte die Polizei inzwischen die Tote identifizieren. Die Abdrücke waren nach Angaben vom Donnerstag im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens gegen die aus Nordrhein-Westfalen stammende Frau genommen worden waren. Die 44-Jährige lebte seit Sommer in Hannover. Weitere Angaben wollte die Polizei nicht machen. Von einem Täter fehlt bislang jede Spur.
Ein 58-Jähriger hatte am Mittwoch beim Spazierengehen den Torso und Leichenteile der Frau entdeckt. Auch am Donnerstag suchten noch Taucher nach Leichenteilen und Beweisen in dem See. Spezialisten in weißen Schutzanzügen sammelten Spuren. Die Polizei bittet Zeugen, die in der letzten Zeit Ungewöhnliches am Maschsee bemerkten, um Mithilfe.
Ermittlungen in alle Richtungen
Bereits am 4. Januar 2010 war in Hannover die zerstückelte Leiche einer 24-Jährigen am Ufer der Ihme von Spaziergängern entdeckt worden. Die Leichenteile waren ebenfalls in Müllsäcke verpackt. Die beiden Fundorte sind sechs Kilometer voneinander entfernt. Die Polizei sieht derzeit keinen Zusammenhang zwischen den beiden Bluttaten. "Wir ermitteln jedoch in alle Richtungen", so ein Fahnder.
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