11.09.2012
"Informationsfreiheit"

Piraten-Gründer Falkvinge will Kinderpornos legalisieren

Der schwedische Gründer der Piratenpartei ist für eine Legalisierung von Kinderpornos. Die Piratenpartei Deutschland hat sich nun gegen den Gründer ihrer Bewegung gestellt.

In seinem persönlichen Blog schrieb Rick Falkvinge am Wochenende über "drei Gründe, warum der Besitz von Kinderpornografie im kommenden Jahrzehnt wieder legalisiert werden muss". Dabei bezeichnete er das Verbot des Besitzes kinderpornografischer Darstellungen als "offene Wunde in der Aufklärungstradition der Informationsfreiheit". Solange diese bestehe, werde es auch Forderungen nach dem Verbot anderer Inhalte geben.

Als politischer Akteur disqualifiziert

Falkvinge habe sich "hier eindeutig im Denken verfangen", kritisierte der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, am Montag in Berlin. "Wie die Gesellschaft im Allgemeinen braucht auch die digitale Gemeinde Regeln des guten Miteinanders und ein funktionierendes Rechtssystem." Der Berliner Pirat und Netzaktivist Stephan Urbach erklärte, Falvange habe sich mit seinen Äußerungen als ernstzunehmender politischer Akteur disqualifiziert.

Foto: dpa

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