Ende der Ära Thomas Schaaf bei Werder Bremen
Nach 14 Jahren trennten sich der Bundesligist und der Chef-Trainer "einvernehmlich".
Es war wie eine Hinrichtung: Aus nächster Nähe schießt ein junger Mann in einem Bremer Parkhaus auf einen 46-Jährigen. Der Mann stirbt, die Polizei warnt die Bevölkerung vor dem Täter. Kriminologen vermuten einen Auftragsmord.
Der flüchtige Täter sei sehr gefährlich, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag: «Der macht rücksichtslos von der Waffe Gebrauch.» Nun rätselt die Polizei über die Motive. Möglicherweise wurde das Opfer vor den Schüssen ausgeraubt. Aber auch eine Beziehungstag schließen die Ermittler nicht aus. Die Art der Tatausführung könne auch für einen «Auftragsmord» sprechen.
„Ich habe mich über den Bremer Fall informiert. Es liegt auf der Hand, dass es ein Auftragsmord war“, sagte der Kriminologe Christian Pfeiffer der "Bild"-Zeitung. Auch die Mordkommission gehe inzwischen von einem Auftragsmord aus. „Mehrere Indizien sprechen dafür. Trotzdem ermitteln wir in beide Richtungen.“
Zeugen hatten nach Angaben der Polizeisprecherin die Tat am Samstagnachmittag in der Bremer Innenstadt beobachtet. Ein etwa 19 bis 25 Jahre alter Mann habe aus nächster Nähe mit einer Waffe auf den 46-Jährigen geschossen.
Der Täter flüchtete anschließend zu Fuß. Zeugen versuchten noch, den 46-Jährigen wiederzubeleben. Der Mann war auch noch kurz ansprechbar, konnte aber laut Polizei keine Hinweise zum Täter geben. Kurze Zeit später starb er im Krankenhaus.
Der Täter wurde beim Betreten und Verlassen des Parkhauses von den Überwachungskameras gefilmt. Mit diesen Bildern fahndet die Polizei nun bundesweit nach dem Mann.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, hat die Staatsanwaltschaft Bremen eine Belohnung von 3000 Euro ausgelobt. Hinweisgeber wenden sich bitte an den Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421-362-3888 oder jede andere Polizeidienststelle.
Über das Motiv des Täters können die Ermittler derzeit nur spekulieren. Möglicherweise handelte es sich um einen Raub. Der 46-Jährige habe zuvor in der Innenstadt «hochwertig» eingekauft, sagte die Polizeisprecherin. «Es kann sein, dass er dabei beobachtet und ins Parkhaus verfolgt wurde.» Was genau das spätere Opfer gekauft hat, wollte sie nicht sagen. Nach der Tat wurde bei dem Opfer ein vierstelliger Geldbetrag gefunden. Dies müsse aber nicht unbedingt gegen einen Raub sprechen: «Wir wissen nicht, wie viel er dabei hatte.» Eine Beziehungstat könne auch nicht ausgeschlossen werden, sagte die Polizeisprecherin.
Das Opfer war bundesweit als Reisekaufmann tätig. Der Mann war nach Polizeiangaben ledig und kinderlos. Zum weiteren persönlichen Hintergrund des Opfers wollte die Polizeisprecherin nichts sagen.
Nähere Einzelheiten wollte sie mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht nennen. Am Mittag wollten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bremen über den Ermittlungsstand informieren.
Der Mann war am Samstagnachmittag mit einer Schussverletzung in einem Parkhaus gefunden worden. Zunächst hatten Helfer noch versucht, ihn wiederzubeleben. Kurz nachdem er in ein Krankenhaus gebracht worden war, starb er jedoch.
Quelle: dpa, Pressestelle Polizei Bremen
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