19.09.2012
Kaufen, schälen, garen

Das Kürbis 1x1 für Ihre Küche

Kürbis / Barbara Pheby - Fotolia.comIn den Supermärkten finden wir wieder jede Menge Kürbisse. Aber mit dem Zubereiten tun sich viele noch schwer. Wir erklären Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten, wie sie den Kürbis zubereiten und ob man ihn am besten kocht, brät oder einlegt.

von Vanessa Casper

Ich wollte unbedingt mal mit Kürbis kochen. Und da fing das Problem schon an. Wie? Daraufhin habe ich mich mal im Internet umgeschaut, was es alles für Tipps gibt und die hier für Sie zusammengesstellt. 

Kürbisse sind echte Allrounder. Sie können Sie für Suppe, Püree, als Gemüse-Beilage, in Kuchen oder Brot verwenden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Gucken und klopfen ist das Geheimrezept. Die Schale sollte frei von Druckstellen sein. Im Idealfall ist auch der Stiel noch dran, sonst könnte der Kürbis schneller anfangen zu faulen. Wenn sich der Kürbis beim Klopfen hohl anhört, ist er reif. Wenn Sie nicht gerade für eine Fußballmannschaft kochen, sollten Sie kleine Kürbisse bevorzugen. Die haben festeres Fleisch und sind weniger fasrig und wässrig.

Die beliebtesten Kürbisarten

Kürbisse gibt es in zahlreichen Varitinen. Die beliebtesten sind folgende drei:

  • Hokkaido - wohl der beliebteste aller Kürbisse. Er hat ein leichtes nussiges Aromas und kann sogar mit Schale zubereitet werden. Durch seine schöne handlich runde Form auch gut zum Füllen geeignet.
  • Butternut - dieser Kürbis wird vor allem gerne für süße Zubereitungsarten mit Kürbis verwendet, da er (dem Namen entsprechend) eine buttrige Note mitbringt. Also perfekt für Kürbiskuchen.
  • Muskatkürbis - wenn Sie Gäste bekommen, ist der hier perfekt. Einer der großen Kürbisse, macht sich sehr gut in Suppe, Püree oder als Gemüsebeilage durch sein festes Fruchtfleisch.

Hier finden Sie übrigens eine Übersicht der Kürbissorten und wofür sie sich eignen. Und ein wichtiger Hinweis: Zierkürbisse dienen nur als Deko und sind nicht essbar.

Die beliebtesten Kürbisse

Zubereitung - mit Messer, Gemüseschäler oder roher Gewalt

Hier heißt es: ohne Fleiß kein Preis. Durch das feste Fleisch ist das Zubereiten schweißtreibend. Nutzen sie auf jeden Fall ein stabiles Messer. Große Kürbisse werden erst in Achtel geteilt und anschließend weiter in Stücke geschnitten. Bei kleinere Kürbissen tut's auch ein Gemüseschäler oder ein scharfes Messer.

Tipp 1: Denken Sie dran: der Hokkaido kann auch mit schale zubereitet werden. Wenn Sie aber eine crémige Suppe haben möchten, sollten Sie ihn dennoch schälen, um die Suppe ganz fein zu haben. 

Tipp 2: Hört sich brutal an, aber funktioniert wohl. Große Kürbisse können Sie einfach aus einem Meter Höhe auf den Boden fallen lassen. Keine Angst, der Kürbis zerspringt nicht in Stücke, sondern bekommt einen Riss und kann zumindest leicht halbiert werden.

Tipp 3: Wenn Sie das Kürbisfleisch ohnehin garen wollen, können Sie Ihren Kürbis halbieren und bei 120-150 Grad 20-30 Minuten in den Backofen schieben. Nach einer kurzen Abkühlphase lässt er sich bequem von seiner Schale befreien und schälen.


Wenn Sie noch mehr über den Kürbis erfahren möchten, haben wir hier Fakten rund um den Kürbis für Sie. Und leckere Kürbis-Rezepte natürlich.


Die unterschiedlichen Garmethoden Kürbis braten

Abgesehen von Suppen, Pürees, Kuchen und Brot ist besonders das Garen interessant. Sie können das Kürbisfleisch braten, backen, dünsten oder kochen. Ich habe es in der Bratpfanne versucht und war mit meinem ersten Versuch sehr zufrieden. Gerade für Anfänger geeignet.

Zu Beachten ist die Garzeit der Kürbisse. Hokkaido und Butternut werden recht schnell weich, beim Muskatkürbis dauert es etwas länger.

So würzen Sie Ihren Kürbis

Die gute Nachricht: beim Würzen können Sie eigentlich nichts falsch machen. Der dezente Kürbisgeschmack verträgt sich mit jedem Gewürz. Oft genutzt werden folgende Gewürze:

  • Chili, Ingwer und Knoblauch peppen das Gericht auf
  • Curry passt vor allem bei Kürbissuppen
  • entgegengesetzt zum leicht süßlichen Eigengeschmack passt auch gut etwas Zitronen- oder Orangensaft
  • gut als Gemüsebeilage schmeckt Kürbis auch mit Kräutern wie Thymian oder Rosmarin gewürzt

Wichtig: Kürbis schmeckt eigentlich immer dezent süßlich, teilweise nahezu neutral. Aber niemals bitter: Sollte es doch so sein, lieber gleich in den Müll damit.

Richtiges Lagern und Einfrieren

Kürbisse halten sich an dunklen, kühlen Orten bis zu mehreren Wochen. Ideal sind 10-13 Grad. Wenn Sie die Möglichkeit haben, hängen Sie sie in einem Netz auf, um Druckstellen zu vermeiden. Einmal angeschnitten - ab in den Kühlschrank damit. Mit Frischhaltefolie abgedeckt halten sie bis zu einer Woche.

Wenn Sie Ihren Kürbis einfrieren möchten, dann am besten als Püree oder in bereits vorgegarten Stücken. Dann ist ja auch das weitere Zubereiten einfacher.

Und jetzt: viel Spaß mit Ihrem ersten Kürbis und guten Appetit!

Fotos: Fotolia.com

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