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Die ehemalige First Lady geht rigoros gegen Gerüchte vor, sie hätte eine Vergangenheit im Rotlicht-Millieu. Angeblich habe sie früher im Escort-Service als Prostituierte gearbeitet. Gegen diese Anschuldigungen geht Bettina Wulff jetzt gerichtlich vor.
Dieses mal steht das Ehepaar Wulff nicht wegen Christian Wulff in den Schlagzeilen, sondern wegen seiner Frau Bettina. Denn diese wehrt sich jetzt wehement gegen Rotlicht-Verleumdungen. Ihre Klagen haben zumindest teilweise schon Erfolg. Insgesamt gibt es bereits 34 Unterlassungserklärungen bei zahlreichen Medien und Bloggern in Deutschland und im Ausland.
Die 38-Jährige gab bei Gericht eine eidesstattliche Erklärung ab, wonach alle Behauptungen über ihr angebliches Vorleben als Prostituierte oder als sogenannte Escort-Dame falsch seien, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete.
Gegen den Fernsehmoderator Günther Jauch und gegen den Internetkonzern Google reichte Bettina Wulff Klage wegen einer Sendung vom 18. Dezember 2011 ein. Jauch erkannte ihren Unterlassungsanspruch an, um einen Rechtsstreit zu beenden. Zugleich verteidigte er sich: "Ich habe niemals über Frau Wulff eine falsche Tatsachenbehauptung aufgestellt, sondern lediglich aus einem Artikel der "Berliner Zeitung" zitiert."
Im Fall Google will Bettina Wulff verhindern, dass bei Eingabe ihres Namens die automatische Vervollständigung Suchbegriffe wie "Escort" oder "Prostituierte" auftauchen. Der Konzern wies ihre Vorwürfe am Samstag aber zurück: Google nehme keinen Einfluss auf die Suchbegriffe, sagte Unternehmenssprecher Kay Oberbeck. Die so sichtbaren Suchbegriffe spiegelten die tatsächlichen Suchbegriffe aller Nutzer wider." Google führte in Deutschland bereits fünf ähnliche Verfahren - und habe alle gewonnen.
In einigen Fällen sei mit der Unterlassungsverfügung in einigen Fällen auch Schmerzensgeld durchgesetzt worden.
Nicht nur gerichtlich ist die ehemalige "First Lady" auf dem Vormarsch. Nun plant sie jenseits des juristischen Kampfes auch noch eine publizistische Offensive. Bereits in diesem Monat soll ein Buch über ihr Leben erscheinen - die neuen Schlagzeilen dürften der Auflage nicht schaden.
Foto: dpa
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