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Es war wieder einmal ein packendes Nordderby - in dem Hannover in letzter Sekunde den 3:2-Siegtreffer erzielte.
Hannover 96 ist mit einem sensationellen Last-Minute-Tor auch im achten Pflichtspiel der Saison ungeschlagen geblieben. 96 gewann das Nachbarschafts-Duell gegen Werder Bremen mit 3:2 (2:1) und bleibt damit auch die Nummer eins im Norden.
Hannover feierte den Heimsieg nach Toren von Szabolcs Huszti (7., 90 +2) und Leon Andreasen (10.). Die Bremer kamen nur zu Treffern von Aaron Hunt (26./Handelfmeter) und Kevin de Bruyne (74.). Dass Huszti Gelb-Rot nach seinem Siegtor sah, weil er im Jubel sein Trikot ausgezogen hatte, konnten die Hannoveraner verkraften.
Die Partie hielt, was die Statistik versprochen hatte, und bot gute Unterhaltung mit mehreren Toren. Seit dem Wiederaufstieg der Niedersachsen 2002 gab es in der AWD-Arena gegen Werder immer ein Spektakel mit durchschnittlich fünf Treffern pro Spiel. Beide Teams suchten auch dieses Mal den Weg nach vorne und boten ein packendes Derby mit vielen Emotionen.
Durch Husztis direkten Freistoß, den er gekonnt über die Mauer zirkelte, und Andreasens Kopfball nach Flanke des umtriebigen Ungarn schien Hannover bereits frühzeitig als der sichere Sieger festzustehen. Doch Werder kam zurück und war nahe am Punktgewinn.
Die kurz geschockt wirkenden Bremer, bei denen kurzfristig Innenverteidiger Sebastian Prödl durch Assani Lukimya ersetzt werden mussten, kämpften sich wieder ins Spiel. Und sie nutzten den umstrittenen Elfmeter, als Mario Eggimann der Ball an die ausgestreckte Hand sprang: Hunt verwandelte - im Gegensatz zum Derby-Sieg gegen den Hamburger SV - den freien Schuss aus elf Metern im ersten Versuch zum Anschlusstreffer.
Werder dominierte das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit, drückte die Gastgeber in deren Hälfte. Chancen durch Hunt (38.) und Arnautovic (51.) blieben indes ungenutzt, ehe der von Chelsea ausgeliehene de Bruyne einen Pass von Eljero Elia aus knapp zwölf Metern zum 2:2 einschoss. Doch den Schlusspunkt setzte wieder Hannover: Huszti traf mit einem herrlichen Seitfallzieher zum umjubelten Sieg der Gastgeber, der die Bremer schockte.
Fotos: dpa
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