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Das erste Jahr mit neuem Hund

Fahrplan vom Hundebaby zum treuen Begleiter

Süß, verspielt und tapsig. Hundebabys sind ja so knuddelig, aber für ein harmonisches Miteinander von Zwei- und Vierbeiner brauchen Welpen nicht nur Liebe, sondern auch Erziehung. Ansonsten kann aus einem drolligen Welpen-Kläffen schnell ein nervtötendes Dauerbellen werden. Wir geben euch hier einen Fahrplan für das wichtige erste Jahr.


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 (Foto: Blanscape - Fotolia)

Bevor der Welpe kommt

Nicht zu früh von der Mutter trennen!
Frühestens zwischen der 8. – 12. Woche dürfen Welpen von der Mutter getrennt werden. Das Hundebaby braucht die Zeit mit seinen Artgenossen, damit aus ihm ein selbstbewusster und ausgeglichener Hund werden kann.

Wenn es geht: Den Welpen vorher besuchen!
Ab der 6. Woche lohnt es sich, „seinen“ Welpen öfter zu sehen. Entscheidend ist, dass diese Besuche für das Tier positiv ablaufen, damit eine positive Grundprägung stattfindet. Die Züchter können euch sagen, worauf ihr achten solltet.

Ein (sicheres) Zuhause!
Ihr solltet euer Zuhause welpensicher machen. Gefahrenquellen sind zum Beispiel giftige Pflanzen wie Efeu, offene Stromkabel und Treppen, die mit normalen Kinderschutztüren gesichert werden können. Zur Grundausstattung gehören ein Schlafplatz, Fress- und Wassernapf, Hundegeschirr, Hundeleine, eine weiche Bürste und Welpen-Spielzeug.

Wissen ist Macht!
Missverständnisse zwischen Mensch und Hund verkomplizieren die Beziehung. So kann man Pfützen und Tretmienen in der Wohnung besser verzeihen, wenn man weiß, dass viele Hunde erst mit 4 Monaten eine volle Kontrolle über Darm und Blase entwickeln. Unerfahrene Hundehalter neigen auch schnell dazu das Tier zu vermenschlichen, und ihm vielleicht „böse Absichten“ zu unterstellen.


Extra: Die sieben goldenen Regeln der Hundeerziehung...

  • 1. Vertrauen verdienen

    Vertrauen ist das Fundament, auf dem jede Mensch-Hund-Beziehung steht. Um Vertrauen herzustellen, solltet ihr in jeder Situation cool und Herr(chen) der Lage sein. Gewalt, Herumschreien, Unsicherheit und widersprüchliches Verhalten sind Gift für das Vertrauensverhältnis.

  • 2. Geduld haben

    Hunde-Erziehung funktioniert in kleinen Schritten. Junge Welpen etwa haben noch eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne von ca. einer Minute. Nur viele, kleine Übungsschritte und ständiges Wiederholen führen zum Erfolg.

  • 3. Konsequent sein

    Anspringen, Betteln, an der Leine ziehen, auf dem Sofa liegen... vieles was der Hund gerne möchte, stört den Menschen. Ihr und eure Familie müsst gemeinsam Regeln festlegen, an die sich jeder ausnahmslos zu halten hat (nicht nur der Hund).

  • 4. Klare Signale senden

    In der Kommunikation mit dem Hund gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Also kein schrilles „Jetzt komm endlich her, wo willst du wieder hin…“ sondern ein klares, festes „Komm!“. Im besten Fall bilden Kommando, Tonfall und Körpersprache eine unmissverständliche Einheit.

  • 5. Richtig Belohnen

    Die wichtigsten Werkzeuge der Hundeerziehung: Loben und Leckerli. Die Belohnung sollte exakt in dem Moment kommen, in dem der Hund das gewünschte Verhalten zeigt. Nur dann lernt das Tier auch, was genau es grade gut gemacht hat. Zu Beginn der Hundeerziehung sollte man ständig belohnen, später Lob und vor allem Leckerlis sparsamer einsetzen.

  • 6. Richtig bestrafen

    Schläge oder Strafgriffe zerstören die Vertrauensbasis. Damit ein ungewünschtes Verhalten verschwindet, reicht es oft schon, den Hund demonstrativ zu ignorieren. Schon bei Welpen sind Abbruchsignale wie „Nein“ oder „Aus“ wirksam, die sehr bestimmt und mit tiefer Stimme ausgesprochen werden sollten. Die Zurechtweisung muss immer aber zeitgleich zum unerwünschten Verhalten erfolgen. Selbst wenn der Hund in einem völlig verwüsteten Zimmer liegt: Er wird nicht verstehen warum ihr ausflippt. Er liegt doch da ganz brav…

  • 7. Übungen positiv enden lassen

    Ob Kommandos, Stubenreinheit oder das Alleinsein: Was auch immer ihr übt, ihr solltet es mit einem positiven Erlebnis für den Hund enden lassen. So bleibt das Tier motiviert.

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 (Foto: ssnana - Fotolia)

Die Anfangszeit: Bis zum 3. Monat

Grade noch war der Welpe bei seiner Mutter und seinen Geschwistern, jetzt ist er bei euch. Nun müsst ihr euch als Bezugsperson bewähren und die Weichen für eine gute Mensch-Tier-Beziehung stellen. Dafür braucht es Liebe und ganz viel Zeit. Folgende Ratschläge haben wir für euch:

Auszeit vom Alltag
Nehmt euch für eine stressfreie Eingewöhnung mind. 2 Wochen frei. Seid in den ersten Tagen Tag und Nacht für euren Welpen da.

Fangt gleich mit der Stubenreinheit an
Hundebabys können noch nicht einhalten, aber sie müssen oft zu ähnlichen Situationen. Oft nach dem Schlafen, nach dem Fressen und nach einem intensiven Spiel. Da heißt es dann: Ab nach draußen und jeden Erfolg ausgiebig feiern. Den Putzeimer werdet ihr trotzdem oft brauchen.

Gewöhnt den Welpen sanft ans Alleinesein
Bis zum 5. Lebensmonat sollten Welpen nie wirklich alleine sein, aber ab der 13. Woche könnt ihr mit sanften Übungen schon mal die Grundlage legen. Verlasst den Raum ohne großes Aufhebens darum zu machen und kommt sofort wieder. Auf eventuelle Angstreaktionen geht ihr am besten gar nicht ein.

Sorgt für möglichst viele Erlebnisse
Bis zur 12. Woche ist ein Welpe besonders offen und aufnahmebereit für Neues. Das könnt ihr euch zunutze machen und den Hund positiv an Situationen heran führen, z.B. ans Autofahren, den Tierarztbesuch oder das Treffen von Artgenossen. Eigene Welpenspielgruppen werden übrigens kritisch gesehen, weil hier gut sozialisierte Vorbilder fehlen.

Führt schon mal die Grundkommandos ein
Nein! Komm! Sitz! Platz! Aus! Bei Fuß! Beherrscht und befolgt der Hund diese Grundkommandos, ist vieles leichter. Doch bis es soweit ist, braucht es viel Übung und Geduld. Trotzdem könnt ihr auch schon im ersten Monat damit beginnen, die wichtigsten Kommandos spielerisch einzuführen.

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 (Foto: Olesia Bilkei - Fotolia)

Vom Welpen zum Junghund: 3. bis 6. Monat

So ab dem dritten Lebensmonat braucht euer Welpe immer weniger Schlafpausen. Bis er ungefähr ein halbes Jahr alt sucht der junge Hund jetzt seinen Platz innerhalb des Familien-Rudels. Das geht nicht immer ohne Reibungen ab. Folgendes ist in dieser Zeit wichtig:

Achtet auf eure Autorität
Ein guter Ober-Hund ist nicht streng, sondern verlässlich. Der Hund muss die Erfahrung machen, dass es ihm unter eurer Führung gut geht.

Rückt keinesfalls von eingeführten Regeln ab
Auch wenn es manchmal verlockend ist: Lasst keine Ausnahmen von der Regel zu! Toleriert ihr den jungen Hund z.B. auch nur einmal im Bett, wird er es immer wieder probieren.

Dehnt die Übungszeiten aus
Der Hund kann seine Aufmerksamkeit jetzt länger halten. Ihr könnt euer Training also intensivieren und ausweiten. Gehorcht er nach einiger Zeit nur noch lustlos oder gar nicht mehr, dann ist die Konzentration erschöpft, und dann sollte auch das Training enden.

Übt das Alleinsein
Ab dem fünften Monat kann man es dem jungen Hund zumuten, auch mal alleine zu sein. Zunächst einmal vielleicht nur eine halbe Stunde, dann schrittweise länger. Wie lange ein ausgewachsener Hund maximal alleine sein darf ist umstritten. Nach vorherrschender Meinung ist alles über 4 stunden nicht mehr artgerecht.

Besorgt euch eine Menge Kauspielzeug
Zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat knabbert der junge Hund alles an, was ihm zwischen die Zähne kommt. Der Grund dafür ist einfach: Er bekommt seine bleibenden Zähne. Helfen können Sie mit gekühltem Kauspielzeug und einer guten Portion Verständnis, wenn sich die Hausschuhe in einen matschigen Klumpen verwandelt haben.

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 (Foto: Mikkel Bigandt - Fotolia)

Die Hunde-Pubertät: Bis zum 12. Monat

Auf dem Weg zum ausgewachsenen Hund spielen jetzt die Hormone verrückt. Euer Liebling wird aufmüpfig, trotzig und mag sich nicht mehr an Regeln halten. Nicht von ungefähr heißt die Hunde-Pubertät auch Flegelphase. Aber auch wenn’s schwerfällt: Bleiben Sie konsequent und vor allem souverän, denn jetzt festigt sich auch die Bindung zwischen Mensch und Hund, und im Gegensatz zur Flegelphase bleibt diese Bindung ein Leben lang bestehen…