Harter Schlag gegen Rechtsradikale
25 Verfahren in Nordhorn -
Vier Frauen unter den Verdächtigen
Der Polizei in Nordhorn ist ein Schlag gegen die rechte Szene gelungen.
Insgesamt seien bei 25 Beschuldigten im Alter von 17 bis 33 Jahren Ermittlungsverfahren eingeleitet und zehn Anklageschriften gefertigt worden. Insgesamt habe es sechs Durchsuchungen gegeben. Ein 24 Jahre altes Mitglied der rechten Szene sei wegen der Verletzung von Bewährungsauflagen bereits in Haft, sagte der Leiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, Karl-Heinz Brüggemann, am Freitag in Nordhorn. Vier Frauen gehörten zu dem Kreis der Tatverdächtigen. Eine entsprechende Ermittlungsgruppe sei seit Oktober tätig. "Wir wollen die Strukturen offenlegen und damit beenden", sagte Brüggemann mit Blick auf die rechte Szene. Anlass für die Bildung einer speziellen Ermittlungsgruppe in Nordhorn seien keine "herausragenden" rechtsradikalen Taten gewesen, sondern die Tatsache, dass es in jüngster Vergangenheit viele kleine Hinweise auf das Bestehen einer rechten Szene gegeben habe. Die Polizei habe damit auch das Umfeld der Szene kennengelernt und werde den Personenkreis künftig besser beobachten. "Diese Leute kommen nun auf die ersten Plätze in den Notizbüchern der Kollegen", sagte Brüggemann. Sie seien nicht mehr unentdeckt. Vor allem wolle die Polizei eine große Zahl unentschlossener Mitläufer aufrütteln.
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Bei einem Chemieunfall im Osnabrücker Hafen sind mehrere Menschen verletzt worden.
Wie ein Polizeisprecher berichtete, sei beim Verladen ein 1000-Liter-Gebinde mit der hochätzenden Flusssäure leckgeschlagen. Vorsichtshalber seien zunächst sieben Personen, die in der Nähe des Unglücksortes waren, in Krankenhäuser gebracht worden. Ein Lastwagenfahrer, der Hautkontakt mit der Chemikalie hatte, sei zunächst weitergefahren. Er wurde aber nach etwa zehn Kilometern von der Polizei gestoppt und in ein Krankenhaus gebracht. Möglicherweise schwebe er in Lebensgefahr. Spezialeinsatzkräfte aus Düsseldorf waren vor Ort.
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Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen vier Männer, die möglicherweise eine Mitschuld an der Katastrophe tragen.
Laut Staatsanwaltschaft Osnabrück laufen die Ermittlungen zum einen gegen zwei Fahrdienstleiter. Die Männer hatten zum Zeitpunkt des Unglücks Dienst auf der Kontrollleitstelle. Auch gegen den Betriebsleiter und den verantwortlichen Betriebstechniker wird ermittelt. „Möglicherweise erheben wir noch vor Weihnachten Anklage“, sagte Staatsanwalt Alexander Retemeyer gegenüber Hit-Radio Antenne Niedersachsen. Im ersten Strafverfahren waren im Juni zwei Betriebsleiter zu Geldstrafen verurteilt worden. Sie sind in Revision gegangen. Bei dem Unglück auf der Transrapid- Teststrecke im emsländischen Lathen kamen vor gut zwei Jahren 23 Menschen ums Leben.
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Ein Emsdettener muss für vier Jahre ins Gefängnis.
Er hatte im April seinen Zimmernachbarn in einem Obdachlosenheim erstochen. Grund dafür war ein Hundehaufen. Das Landgericht Münster sah die Schuld des 22-jährigen als erwiesen an und verurteilte ihn wegen Totschlags. Die Tat hat sich demnach so abgespielt: Im April war es in dem Obdachlosenheim im Emsdetten zum Streit zwischen dem jetzt Verurteilten und seinem 43 Jahre alten Zimmernachbarn gekommen. Der hatte den 22-jährigen aufgefordert, den Hundekot im Flur zu beseitigen. Es kam zum Streit, in dessen Folge der Mann sechs Mal mit einem Küchenmesser auf sein Opfer einstach. Der Angeklagte selbst hatte von Notwehr gesprochen.
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