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Das große Karnevals-ABC


Was Sie für die tollen Tage wissen müssen:
Von Alaaf bis Zug




Alaaf:
Der Schlachtruf des Kölner Karnevals wurde erstmals im 16. Jahrhundert durch einen Fürsten Metternich in einer Bittschrift verwendet (Cöllen al aff = Köln über alles). Bei Anwendung in Düsseldorf , Mainz, Braunschweig oder Osnabrück gut geeignet, das Gelächter der Umstehenden auszulösen.

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Braunschweig:
Bedeutende deutsche Karnevalshochburg, die seit dem 13. Jahrhundert der Narretei huldigt. Zahlreiche Vereine befeuern das närrische Treiben, darunter die Karneval-Vereinigung der Rheinländer e.V. Braunschweig, die Mascheroder Karnevalgesellschaft Rot-Weiß und die Braunschweiger Karneval-Gesellschaft. Über allem thront das Kommitee Braunschweiger Karneval. Der Braunschweiger Zug ist, so sagen die Veranstalter, jetzt der drittgrößte in Deutschland, nach Köln und Mainz, aber vor Düsseldorf. Kölner finden das übrigens sehr gut.

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Bütt:
Ursprünglich Waschzuber, heute eine mehr oder minder originelle Kanzel. Der Jeck stellt sich hinein und hält eine Karnevalsrede. Je nach Alkoholpegel der Zuhörer ist die Qualität der Pointen.


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Bützje:
Rheinische Spezialität, ähnelt verdächtig einem Kuss, darf allerdings nur mit stark gespitzten Lippen ausgeführt werden. Das Verb dazu ist bütze.


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Comitee Carneval (CC):
Wie das Komitee Braunschweiger Karneval, nur in Düsseldorf



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Dammer Karneval:
Der eiligste Straßenkarneval in ganz Deutschland. Er findet immer eine Woche vor den üblichen Terminen statt, in diesem Jahr am 14. und 15.2. Die Tradition geht zurück bis ins 17. Jahrhundert, manche Karnevalshochburgen werden vor Neid blass. (Außer Braunschweig)


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Dreigestirn:
In Köln und Umgebung die närrischen Hoheiten oder Tollitäten, bestehend aus Prinz, Bauer und Jungfrau. Die Jungfrau wird grundsätzlich von einem Mann dargestellt.



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Elf:
Eine der Erklärungen, warum es gerade die Elf ist, führt nach Frankreich. Die Anfangsbuchstaben des Rufs nach Egalité, Liberté, Fraternité (Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit) ergeben Elf, allerdings nur auf französisch, auf deutsche wäre es "Gfb!", und damit sinnlos. Außerdem ist die 11 auch eine "Schnapszahl".
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Funkemariechen:
Trägt üblicherweise Rüschenunterwäsche und zeigt sie fleißig beim Showtanz auf Karnevalsbühnen.



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Gaudi:
Münchner Version des rheinischen "Spaß an d'r Freud".




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Helau:
In Köln eine gute Gelegenheit, die Stimmung in jeder Karnevalsparty zu torpedieren. Außerhalb Kölns weit verbreiteter Karnevalsruf, in Braunschweig "Brunswiek Helau".


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Hit-Radio-Antenne Niedersachsen:
Beim Braunschweiger Karnevalsumzug seit Jahren mittendrin, aber auch bei anderen Gelegenheiten munter mit dabei.


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Hüttensonntag:
Höhepunkt des Karnevals in Georgsmarienhütte




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Indianer:
Beliebte Karnevalsverkleidung von Kindern in den Altersgruppen 2 - 99 Jahre.



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Jeck:
Rheinische Version des Narren, Adjektiv: jeck sein, lockere Übersetzung: Kräftig auf den Pudding hauen.



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Kamelle:
Danach rufen die Kölner, wenn "d'r Zog kütt" (Der Karnevalsumzug kommt), denn Kamelle sind Bonbons. Echte Profis spannen unter den Wagen ihre umgekehrten Schirme auf, um so viele Bonbons und Schokoriegel wie möglich aufzufangen.


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Karneval (Fasching, Fassenacht):
Wird auch als "Fünfte Jahreszeit" bezeichnet. Das Wort kommt entweder vom lateinischen "carne vale" (Tschüß Fleisch!) zum Beginn der Fastenzeit oder "carrus navalis" (Schiffskarren), benannt nach schiffsförmigen Karnevalswagen. Berühmte Karnevalsfeiern gibt es in Venedig, Rio de Janeiro und natürlich in Köln.
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Lecker Mädche:
Ohne geht im Karneval gar nichts, auf schriftdeutsch lautet die Übersetzung: "hoch attraktive junge Frau".



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Mardi Gras:
Der weltberühmte Karneval von New Orleans.




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Narr:
Wie der Jeck, nur nicht im Rheinland.




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Nubbel:
Der Nubbel muss im Rheinland für alle Sünden herhalten, die an den tollen Tagen begangen wurden. Unter heftigen Beschimpfungen wird die Puppe am Karnevalsdienstag um 24 Uhr verbrannt.


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Ossensamstag
Höhepunkt des Straßenkarnevals in Osnabrück, in diesem Jhr von Hit-Radio Antenne Niedersachsen gerettet. Mit dabei sind nicht nur das Prinzenpaar, sondern auch das Kinderprinzenpaar und über 100.000 muntere Narren (Nicht mit Jecken zu verwechseln).

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Prunksitzung:
Große Showveranstaltung mit Büttenrednern, Tanz- und Gesangseinlagen sowie enormen Mengen geistiger Getränke. Eine Sonderform ist die "Herrensitzung", bei der Damen ausgeschlossen sind und die Witze gepflegt unter der Gürtellinie landen. Die Veranstaltungen parodieren Sitzungen mächtiger Organisation, früher ging es meist gegen Stadt- und Zunftratssitzungen, heute veräppeln die Narren oder Jecken auch gern mal eine Parlamentssitzung.
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Quetschebüggel:
Wichtige Zutat zum Kölner Karneval, die im Rest Deutschlands als Ziehharmonika bekannt ist.




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Rosenmontag:
Der Tag X des Karnevals, in Köln, Mainz, Braunschweig und Düsseldorf - und nicht nur dort - läuft DER große Karnevalszug schlechthin, München legt dagegen erst einen Tag später, am Veilchendienstag, nach.



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Samba-Karneval:
Bremer Spezialität, die seit 1986 auf der Straße gefeiert wird. Die Bremer sind noch schneller als die Dammer, denn ihr Samba-Karneval liegt noch vor den Feiern in Damme. Im Gegensatz zum klassisch-karnevalistischen Humtata donnern hier Samba-Rhythmen durch die Hansestadt.

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Schoduvel:
Eigentlich ist es Karneval, nur nennt es der Braunschweiger lieber Schoduvel, und das schon seit 1293. Eigentlich wurde mit dem Schoduvel der Teufel verscheucht, heute verscheucht man allenfalls schlechte Laune und Karnevalsmuffel.


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Session:
Kommt vom französischen Saison und bezeichnet die gesamte Karnevalszeit. Die beginnt immer am 11.11. um 11 Uhr 11 und endet am Veilchendienstag. Nur nicht in Basel, dort startet die Basler Fasnacht erst eine Woche nach Rosenmontag und geht drei Tage.

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Stippeföttche:
Nur in Köln gibt es diesen Tanz zweier Soldaten der karnevalistischen Stadtwache in voller Uniform. Beide Herren stehen dabei mit dem Rücken zueinander, gehen leicht in die Knie, bis die Hinterteile (Föttche) herausragen (stippen) und einander berühren. Wenn dieser Punkt erreicht ist, bewegen die Herren die "Föttche" gegenläufig zueinander. Macht keinen Sinn, sieht aber lustig aus.
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Trumm:
Braucht der Rheinländer dringend im Straßenkarneval: Die dicke Trommel.



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Uniform:
Karnevalskostüm der Garden, also der als "Korps" bezeichneten Karnevalsvereine. Die Mitglieder tragen einheitliche Uniformen, die in der Regel napoleonische und vor allem preußische Uniformteile durch den Kakao ziehen. Einige der Uniformen gehen allerdings auf echte historische Vorbilder zurück.

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Verkleidung:
Ohne geht im Karneval gar nicht. In diesem Jahr sind übrigens Helden aus Märchen und Film der große Trend. Wenn nichts mehr geht, kann man sich also immer noch ein rotes Tuch um den Kopf binden und behaupten, man ginge als Käpt'n Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik".

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Weiberfastnacht:
Der Donnerstag vor Rosenmontag ist in vielen Karnevalshochburgen der Start des Straßenkarnevals. Pünktlich um 11 Uhr 11 (Wann auch sonst?) übernehmen die närrischen Weiber das Regiment. Sie machen vor allem Jagd auf Herren mit Krawatten, die kurzerhand abgeschnitten werden. Als Belohnung bekommen die Herren dann ein Bützje. (s.o.)
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X:
Zu dem Buchstaben fällt auch echten Narren und Jecken niX ein.



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Yippie-Yeah:
Der Ruf aus den Kehlen abertausender Cowboys, die im Straßenkarneval mitmachen.



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Zug:
Der Zug - oder rheinisch: Zoch - ist die Kurzform von "Karnevalszug". In der heutigen Form ist es eine Parodie auf Militärparaden und stammt aus der napoleonischen bzw. preußischen Ära. Den Narren und Jecken ist das allerdings absolut wurscht, in Köln, Düsseldorf, Mainz, Hannover, Ganderkesee, Damme, Osnabrück und Braunschweig ist es der Höhepunkt der Session und gibt Anlass zu einer riesigen Straßenparty. Seit dem Regierungsumzug von Bonn nach Berlin gibt es auch in der Bundeshauptstadt eine Art "Importkarneval", der allerdings in vielen Hochburgen des närrischen Treibens eher ein mitleidiges Lächeln erregt.
live Playlist
02:37 Uhr
Lifted
Lighthouse Family
02:33 Uhr
We Belong
Pat Benatar
02:30 Uhr
Paparazzi
Lady Gaga
Aktuelles Bild der Studiocam
Studiocam
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